SERIE: BIO IN DEN BUNDESLÄNDERN

Wein, Wind und Wachstum

Die Trendnadel in Sachen Bio zeigt im Burgenland stetig nach oben. Das kleine Bundesland unternimmt viele kleine und größere Initiativen, um Bio populärer zu machen. Was den Wein, das Aushängeschild des Landes, anbelangt, ist das Echo ausgesprochen positiv.


Das östlichste Bundesland Österreichs, das Burgenland, ist geprägt von Neusied¬ler-see, Steppenlandschaft und Ebenen im Norden, lehmigen Hügeln in der Mitte und ebenfalls hügeliger Landschaft mit den Ausläufern der Alpen im Süden. Berge exis-tieren hier nicht, das Klima ist illyrisch im Süden und pannonisch in den restlichen Landesteilen. Als wirtschaftlich unterentwickelte Region erhielt das Burgenland zahlreiche EU-Förderungen, die wirtschaftliche Prägung erfolgt vor allem durch den Weinbau. Seit Beginn der Förderungen hat sich aber auch abseits des Weinbaus vieles getan. Mitte bis Ende der 1970er-Jahre bildete sich im Burgenland eine Interessensgruppe, die die Entwicklungen in der konventionellen Landwirtschaft und insbesondere des Weinbaus nicht mehr mittragen wollte. Aus dieser Gruppe entstand 1981 der „Landesverband Burgenland organisch-biologisch wirtschaftender Bauern Österreichs zur Förderung des biologischen Landbaus“.
Franz Traudtner, Obmann der BIO AUSTRIA Burgenland, freute sich schon 2016 über den ungebrochenen Trend zu BIO. „Der Bio-Lebensmittelmarkt ist weiterhin wachsend und die   Lust der Konsumenten auf Bio steigt und festigt sich“, sagt Traudtner. Von 2015 auf 2016 stieg die Zahl der Bio-Betriebe im Burgenland von 908 auf 954, die Flächen legten von 46.911 auf 49.235 Hektar zu.

Aushängeschild Weinbau. Das Weinbauland Burgenland wird in Neusiedlersee, Neusiedlersee-Hügelland, Mittelburgenland (oder Blaufränkischland) und Südbur-genland unterteilt. Gerade im Bio-Bereich verzeichnet der Weinbau laufend starke Zuwachsraten. Unter den Bio-Winzern des Landes finden sich zahlreiche klingende Namen: Braunstein, Hareter, Meinklang, Moritz, Lang, Lunzer, Allacher, Fuhrmann, Gross, Bernthaler oder Heinrich.

Dieser Artikel erschien
September 2017. Vielleicht interessiert Sie auch: