SERIE: BIO-PIONIERE

Genießen mit gutem Gewissen

Regional, biologisch und nachhaltig – diese Attribute verbinden den Waldviertler Hersteller einer nachhaltigen Lebensmittelverpackung und eine austro-usbekische Bio-Pionierin.


Ein kleiner Familienbetrieb im Waldviertel ist angetreten, um eine nachhaltige und wiederverwendbare Alter­native zu Alufolie, Frischhaltefolie und Plastikbehälter zu finden. Das Ergebnis heißt Jaus’nwrap und ist ein wachs- und harzgetränktes Bienenwachstuch, das Brot, Obst, Gemüse, die Reste vom Feste oder die Vor-mittagsjause in Schule und Büro gut verpacken und so sicher transportfähig machen (www.jausnwrap.at). Die Basis des Jaus’nwrap ist Baumwollstoff, der naturbelassen, ungebleicht, ungefärbt, und aus kontrolliert biologischem Anbau stammt. Dazu kommen hochwertige Rohstoffe wie Bienenwachs, Kiefernharz, Jojobaöl und die Wärme der eigenen Hand – fertig ist die Bio-Verpackung.     
„Bei unserer Baumwolle arbeiten wir direkt mit einer traditionsreichen Baumwoll-weberei zusammen. Der Rohstoff Baumwolle unterliegt vom Anbau der Pflanze bis zur Verarbeitung den höchsten Standards der Textilbranche, das heißt keinerlei Einsatz von Pestiziden, Insektiziden und Kunstdünger, kein Auslaugen der Böden durch Mono­kulturen, keine genmanipulierten Sorten und langfristiger Erhalt der Fruchtbarkeit des Bodens“, erklärt der Erfinder DI Benedikt Wurth.
Müll und Plastik vermeiden. Besonders herausfordernd war anfangs, das Bienen-wachstuch so zu entwickeln, dass es alle Eigenschaften erfüllt, um Lebensmittel gut frischhalten zu können. „Wir haben lange gearbeitet, bis wir die perfekte Mischung aus Bienenwachs, Baumharz und Jojobaöl gefunden haben, damit das Tuch genü-gend haftet und so eine schützende Schicht um die Lebensmittel bildet“, so Wurth weiter. Vom Produktdesign bis zur Produktion wurde alles in der Familie geplant:  „Das braucht zwar etwas länger, aber ich denke, man spürt doch unsere Energie und Liebe zu unserem Produkt“, ist der Familienvater überzeugt.
Angefangen hat alles in den eigenen vier Wänden, das Wohnzimmer als Produktions-stätte, die Küche als Versand- und Packstation, das Schlafzimmer schließlich als Lagerraum. 2016 wurde das Produkt erstmalig auf einer Messe vorgestellt und die Rückmeldungen waren überwältigend.

Dieser Artikel erschien
November 2018. Vielleicht interessiert Sie auch: