ENERGIELIEFERANT SONNE

Was bringt mir Photovoltaik?

Noch vor einigen Jahren erlebte die Photovoltaik-Technologie, die Umwandlung von Sonnenenergie in Strom, einen wahren Boom. Carmen Hafner findet für uns heraus, ob sie sich noch lohnt.

Es gab eine Zeit, in der jeder, der etwas auf erneuerbare Energie hielt und das nötige Kleingeld in der Tasche hatte, mit einer Photovoltaikanlage liebäugelte. Seinen Strom selbst erzeugen zu können, den Überschuss ins Netz einzuspeisen und so zu barem Geld werden zu lassen – diese Vorstellung reizte gewaltig. Doch die Dinge änderten sich. Die Vergütung wurde weniger, neue Förderungen kamen zwar, alte Förderungen fielen dafür weg. Was bleibt, ist das Bedürfnis nach Unabhängigkeit durch Energie vom eigenen Dach. Doch um sich an dieser wirklich erfreuen zu können, sollten schon im Vorfeld umfangreiche Überlegungen angestellt werden.

Was kann eine Photovoltaikanlage für mich tun?

Photovoltaik ist grob gesagt Strom vom Dach. Strom benötigen wir für alle möglichen Dinge: Licht, Herd, Wasch-maschine, Garagentoröffner, Handyladegerät – diese und viele andere Geräte unseres täglichen Lebens sind strombetrieben. Per Photovoltaik können wir darüber hinaus aber auch selbst E-Autos laden, das Wasser erwärmen oder heizen. Der große Haken an der Sache ist die Speichermöglichkeit. Die Sonne und damit die Anlage liefern tagsüber Energie, wenn wir oftmals nicht zuhause sind. Abends, wenn es dunkel ist, müssen wir auf gespeicherte Energie zurückgreifen. Bisher sind die technischen Möglichkeiten, Sonnenstrom zu speichern, aber eher unzufriedenstellend. Deshalb ist eine Anlage dann am rentabelsten, wenn sie darauf ausgelegt ist, den aktuell anfallenden Eigenbedarf abzudecken.

Was kann ich mit überschüssiger Energie machen?

Ist der Eigenbedarf zu Zeiten verfügbarer Energie gedeckt und darüber hinaus immer noch Sonnenstrom vorhan-den, spricht man vom Überschuss. Dieser kann zu bestimmten Konditionen ins Energienetz eingespeist werden. Außerdem ist es möglich, überschüssigen Strom in Wärme zu wandeln und damit die Heizung zu unterstützen. Vorab muss man sich die Frage stellen: Was kostet mich die Wärmeenergie, die ich mit meiner Heizung produziere? Und wieviel bekomme ich für die Einspeisung?

Dieser Artikel erschien
Mai 2017. Vielleicht interessiert Sie auch: