Start ins Gartenjahr

Wenn Reif die Äste und Gräser überzieht und eine dicke Schneedecke den Garten einhüllt, fällt es mitunter schwer, an die Gartenarbeit zu denken. Dabei ist nur eine gute Vorbereitung im Winter die Garantie für einen fulminanten Start ins neue Gartenjahr.

Die Natur schläft – allerdings nur scheinbar, denn unter der Schneedecke sammeln sich bereits Kräfte für eine optische, geschmackliche und duftende Explosion. Wenn die Sonne den Garten kitzelt und die Wärme in die obersten Bodenschichten dringt, soll alles gut vorbereitet sein für das große Frühlingsfest der Pflanzen. 

Winterblüher wie die Zaubernuss (Hamamelis), der Winter-Schneeball oder Echter Jasmin gelten als ästhetische Zwischenboten, die den Winter für Gartenfans ver-kürzen. Im Herbst wurden bereits Frühlingsblüher wie Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Schneeglöckchen oder Krokus in ihr kühles Bett gesetzt, damit ihr Farbentanz zur Begrüßung des Gartenjahres beginnen kann. Einzelne vorwitzige Primeln, Schneeglöckchen, Christrosen und Krokusse wagen sich schon sehr zeitig – oft noch vor den finalen Schneemassen – ins Freie und kündigen an, was dann so richtig Freude macht. Für diese Farbtupfer muss der Hobbygärtner nicht mehr viel tun. Dennoch ist es ratsam, einige Gartentermine im Auge zu behalten, damit der Garten optimal vorbereitet wird.

Los geht’s! Sommerblühende Sträucher werden im Winter geschnitten, damit sie an den Neuaustrieben blühen können. Doch Vorsicht: Bei Frühlingsblühern würden dadurch die Knospen abgeschnitten werden, sie bekommen erst nach der Blüte einen Schnitt. Kugelförmige Zierbäume und Sträucher werden im Februar kräftig geschnitten. Nur beim Kugelahorn wartet man lieber zu. Stachelbeeren, Wein oder Sommerflieder gedeihen aber besonders gut, wenn sie im Winter geschnitten werden. Beim Winterschnitt der Obstbäume sollten auch Fruchtmumien entfernt werden, damit sich darin keine Schädlinge sammeln können. Beim Oleander können im Winterquartier alte, kranke Äste bodennah entfernt werden – doch Vorsicht: Der Saft ist giftig, tragen Sie also Handschuhe!

Dieser Artikel erschien
März 2017. Vielleicht interessiert Sie auch: