Elektr(o)isierung des Landes?

Das neue Maßnahmenpaket zur Förderung der E-Mobilität in Österreich startet im März 2017. Die Umwelt-  und Verkehrsministerien haben gemeinsam mit Auto-mobilimporteuren Ankaufprämien, einen Ausbau von Ladestationen und Gusto-stückerl wie eigene Nummerntafeln für E-Autos entwickelt und dabei insgesamt 72 Millionen Euro in die Hand genommen.

In Österreich gibt es laut Statistik Austria aktuell über 8.500 Elektroautos auf den heimischen Straßen. Die letzten zwei Jahre zeigen hierzulande eine Steigerung der Neuzulassungen von rund 1.600 im Jahr 2015 auf über 3.500 E-Autos für 2016. Das sind zwar Zahlen, die im relativen Vergleich mit dem Nachbarn Deutschland mit 10.000 Neuanmeldungen im Vorjahr gut aussehen, aber vom Musterschüler der Elektromobilität, Norwegen, mit derzeit insgesamt 100.000 zugelassenen Elektro-fahrzeugen, noch weit entfernt sind. Verstärkte Anreize sollen nun die „Braut Elektroauto“ für heimische Konsumenten noch begehrenswerter machen. Doch wer profitiert von den neuen Maßnahmen? Ein Ausblick.

Finanzielle Reize und E-Tankstellen. Die Details des Elektromobilitätspakets bein-halten eine Ankaufförderung für Private von 4.000 Euro, bei ausschließlich elektro- oder brennstoffzellenbetriebenen Gefährten. Dabei darf der Listenpreis des Neu-wagens 50.000 Euro nicht überschreiten. Betriebe, Vereine und Gebietskörper-schaften hingegen können mit einer Förderung von 3.000 Euro rechnen. Bei Plug-in-Hybriden darf in beiden Fällen ein Zuschuss von 1.500 Euro einkalkuliert werden. Insgesamtes Fördervolumen: 48 Millionen Euro. Anträge dafür können ab März über eine eigene Webseite eingereicht werden und gelten für Käufe ab dem ersten Jänner 2017 rückwirkend.

Zusätzlich zur finanziellen Zuwendung wird auch der Ausbau der Ladestationen in Angriff genommen. 10.000 Euro Förderung gibt es für öffentlich zugängliche Schnellladestationen sowie einen Zuschlag von jeweils 200 Euro pro Wallbox oder intelligentem Ladekabel für eine private E-Ladeinfrastruktur. In diesem Zusammenhang plant die „ÖBB und ASFINAG Initiative“ bereits eine Ausweitung der Lademöglichkeiten an Bahnhöfen und Autobahn-Raststätten. Die ersten dieser vorgesehenen 50 E-Stationen werden bereits Mitte 2017 errichtet.  

Dieser Artikel erschien
März 2017. Vielleicht interessiert Sie auch: