SERIE: BIO IN DEN BUNDESLÄNDERN

Täglich 17 Fußballfelder zusätzlich

Milch, Fleisch, Hühner, aber auch viele andere landwirtschaftliche Produkte in Bio-Qualität kommen aus unserem südlichsten Bundesland. Direktvermarktung hat hier einen hohen Stellenwert und auf ihre Bio-Bauern sind die Kärntner sowieso sehr stolz.


Nach Kärnten reisen die meisten Urlauber vor allem wegen der Natur, des milden Klimas, der vielfältigen Freizeitmöglichkeiten, aber auch wegen der leiblichen Ge-nüsse der typischen Kärntner Küche. Angesichts all dieser naturgegebenen Faktoren und wohldosierten Angebote kommt der Erfolg der Bio-Landwirtschaft in Kärnten nicht von ungefähr. „2017 wurden in Summe 34.282 Hektar biologisch bewirtschaftet und davon waren rund ein Drittel, nämlich 10.341 Hektar, Ackerflächen“, kann DI Birgit Knaus, Geschäftsführerin der BIO AUSTRIA Kärnten, mit erfreulichen Zahlen aufwarten.

Drei neue Bio-Betriebe pro Woche. „Von 2016 bis 2017 ist die biologisch bewirt-schaftete Fläche in Kärnten um zehn Prozent gewachsen. In Summe sind über 4.600 Hektar Bio-Fläche dazugekommen – damit hat die Bio-Fläche jeden Tag in der Größe  von etwa 17 Fußballfeldern zugenommen“, schildert Knaus den Erfolgsweg durchaus anschaulich und fährt fort: „Insgesamt wurden in Kärnten im Jahr 2017 rund 23 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche biologisch bewirtschaftet. Zuwächse gab es vor allem im Grünland mit rund 3.750 Hektar und im Ackerland mit rund 850 Hektar. Damit werden bereits 17 Prozent der Ackerfläche und 25 Prozent des Dauer-grünlandes biologisch bewirtschaftet.“ Auch wenn in den Medien von einer sich abzeichnenden Stagnation des Bio-Trends die Rede ist, so pfeifen die Kärntner doch mit viel Leidenschaft auf proklamierte Trends und kochen ihr eigenes Süppchen. „Bei den Bauernhöfen sind von 2016 auf 2017 161 neue Bio-Betriebe dazugekommen. Das bedeutet ein Plus von rund zehn Prozent. Allein in den vergangenen fünf Jahren haben in Kärnten 352 Betriebe auf Bio umgestellt. Trotz Struktur­wan­dels hat die Anzahl der Biobetriebe mit 1.765 Biobauern einen neuen Höchststand erreicht“, freut sich Knaus.

Dieser Artikel erschien
April 2018. Vielleicht interessiert Sie auch: