Jo, wir san mit’m Glasl do!

Viele von uns haben auch noch ihre Großmütter vor Augen, die aus Kirschen, Zwetschken, Gurken, Paradeiser, Kraut  und Rüben das zauberten, was uns im Winter an lange laue Abende und an den Geschmack von sonnenwarmen Früchten direkt vom Baum denken ließ.

Wer kennt das nicht aus seiner Kindheit – Regale in kühlen, halbdunklen Keller- oder Vorratsräumen voller Gläser in verschiedenen Größen, gefüllt mit den Köstlichkeiten des Sommers. Obst und Gemüse eingekocht – das ist keine rückwärtsgewandte Sentimentalität, sondern zeitgemäße Vorratshaltung im wahrsten Sinne des Wortes: Frische Köstlichkeiten werden am Höhepunkt ihrer Reife – also genau zur richtigen Zeit – konserviert, um sie später zu genießen. Kein verzweifeltes Händeringen mehr angesichts der übergroß ausgefallenen Marillenernte, kein überlanges Lagern von Gemüse im Kühlschrank, bis es seinen knackigen Biss, seine Geschmacksstoffe  und Vitamine verliert – ab ins Glas damit! Das traditionelle Wissen unserer Mütter und Großmütter wird neu interpretiert und bringt so Frisches und Eingemachtes geschmacksvollendet auf den Tisch.
Einkochen ist denkbar einfach: Als Basisausstattung braucht man dazu nichts weiter als einen Herd, einen Kochtopf mit Deckel, geeignete Gläser und Verschlüsse. Die Gläser sehen nicht nur hübsch aus, sie sind –  verglichen mit so mancher Auflaufform – günstig und dazu gut für die Umwelt: Glas ist der einzige Rohstoff, der zu 100 Prozent wiederverwertet werden kann und er gibt keine Schadstoffe an das darin gelagerte Füllgut ab. Den Plastikbehältern in der Küche können wir also getrost ade sagen: Gläser sind hitzebeständig, auch für das Einfrieren in der Tiefkühltruhe geeignet, je nach Form gut stapelbar und bleiben optisch so ansprechend, wie sie beim Kauf waren. Und die Gläser können noch mehr: Es wird darin gebacken, angerichtet, transportiert und serviert. Rezepte mit Getreide und/oder Hülsenfrüchten sind ein ideales Mittagessen to go, aber natürlich auch zum Genießen zu Hause. Mit diesen Speisen kommen Sie energiegeladen durch den Arbeitstag.

Dieser Artikel erschien
2016-2015.