ERNEUERBARE ENERGIEN

Stützpfeiler einer klimaneutralen Zukunft

Lange ließ das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) auf sich warten, nun liegt zumindest ein Entwurf auf dem Tisch. Seine grundlegenden Absichten finden sowohl bei Interessensvertre-tungen als auch bei NGOs breiten Konsens. Wünsche für Nachbesserungen liegen aber bereits auf dem Tisch – und auch für die konkrete Umsetzung bleiben noch viele Fragen offen.


Das neue „Bundesgesetz über den Ausbau von Energie aus erneuerbaren Quellen“ oder kurz Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) soll laut Regierungsparteien einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens 2015 und des Ziels der Europäischen Union, den Bruttoendenergieverbrauch der Union bis 2030 zu einem Anteil von mindestens 32 % durch erneuerbare Energie zu decken, leisten und damit Österreich bis 2040 zur Klimaneutralität führen.
Dieser ambitionierte Anspruch soll mithilfe von sieben im Text des Gesetzesentwurfs unter § 4 formulierten Detailvorhaben erreicht werden. Damit soll „die Neuerrichtung, Erweiterung und Revitalisierung von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen in einem solchen Ausmaß unterstützt werden, dass der Gesamtstromverbrauch ab dem Jahr 2030 zu 100 Prozent national bilanziell aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt wird“.
Diese Unterstützung will sich die Bundesregierung jährlich bis zu einer Milliarde Euro kosten lassen. Die bereitgestellten Fördermittel sollen die Stromanbieter dabei unterstützen, bis 2030 zusätzlich 27 TWh (Terawattstunden) Ökostrom bereitzustellen. Solar- (11 TWh) und Windenergie (10 TWh) sollen den Hauptanteil übernehmen, die traditionell ohnehin starke Wasserkraft 5 TWh und Biomasse eine weitere TWh zusätzlich bereitstellen.

Förderung der Sonnen- und Windenergie. Vor allem im Bereich Photovoltaik gibt es noch viel Luft nach oben. Obwohl weltweit ein jährliches Wachstum von 37 Prozent zu verzeich-nen ist und damit eine Kostensenkung um 90 Prozent innerhalb der vergangenen 30 Jahre einherging (laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme), macht Photovoltaik in Österreich immer noch lediglich 1,1 Prozent der erneuerbaren Energien aus. Wie ausbaufähig der Markt ist, zeigt nicht zuletzt Deutschland mit vergleichbaren Klimavor-aussetzungen, wo heute bereits neun Prozent des Strombedarfs durch Solarenergie gedeckt werden.

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Dieser Artikel erschien
07_20. Vielleicht interessiert Sie auch: