NATÜRLICH SCHÖN

Tierische Kosmetika

Hyaluronsäure, Collagen oder Urea – zahlreiche Bestandteile unserer Kosmetik, auch in der Naturkosmetik, sind tierischen Ursprungs. Für manche davon gibt es jedoch vegane Alter-nativen.


Der Griff zur Zahnpasta, zum Cremetiegel oder zum Lippenstift gehört für viele von uns zur täglichen Routine. Immer öfter stellt sich dabei auch die Frage, woraus diese Kosmetika bestehen und woher diese Bestandteile kommen. Die erste Frage kann ein Blick auf die Verpackung beantworten, denn in der EU müssen sämtliche Inhaltsstoffe nach dem INCI-System (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients – Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe) auf der Verpackung deklariert werden, absteigend sortiert nach ihrem Gewichtsanteil. Die zweite Frage bleibt dabei in der Regel unbeantwortet, wissen doch nur wenige, wie Cholesterol, Hyaluronsäure oder Propolis erzeugt werden.

Rohstoffe aus lebenden Wirbeltieren. Dringt man jedoch ein wenig tiefer in den Begriffs-dschungel ein, so zeigt sich, dass eine ganze Reihe dieser Komponenten tierischen Ursprungs ist, und zwar nicht nur in der konventionellen Kosmetik, sondern auch in der Naturkosmetik. Einen Unterschied gibt es dabei jedoch sehr wohl: „In der konventionellen Kosmetik dürfen die Rohstoffe auch aus toten Tieren gewonnen werden. In der Naturkosmetik hingegen dürfen nur solche verwendet werden, die von lebenden Wirbeltieren stammen. Also beispielsweise Eier, Milch, Honig oder Wollfett“, sagt Ing. Edith Swoboda, Geschäftsführerin des Kosmetiklabors Swoboda. Doch für so manchen dieser Rohstoffe gibt es mittlerweile pflanzlichen oder synthetischen Ersatz.
Hyaluron etwa, das die Haut mit Feuchtigkeit versorgt, die Faltenbildung reduziert und einen wichtigen Bestandteil des Bindegewebes darstellt, wurde ursprünglich aus Geflügeleiweiß, meist aus jenem von Hahnenkämmen, hergestellt. Die im tierischen Hyaluron enthaltenen Eiweiße können allerdings bei manchen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen, darüber hinaus birgt die tierische Hyaluronsäure auch die Gefahr, dass Krankheitserreger auf den Menschen übertragen werden können.

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Dieser Artikel erschien
06_20. Vielleicht interessiert Sie auch: