SERIE: STOFFWECHSEL

METALLE – gar nicht so geheime Schätze

Leere Getränke- und Konservendosen sind optimal recycelbar – und das sogar beliebig oft. Je sortenreiner die Dosen sind, desto besser können sie recycelt werden.

In den Straßen der Städte, aber auch in der Natur sind sie leider allzu oft zu sehen: achtlos weggeworfene Getränkedosen. Dabei sind diese, aber auch alle anderen Verpackungen aus Metall, eigentlich ein kostbares Gut, sind sie doch aus verschiedenen Gründen perfekt zum Recyceln. „Das Recycling von gebrauchten Verpackungen aus Metallen und deren Nutzung als sekundäre Rohstoffe sorgt dafür, dass bei der Herstellung neuer Produkte Rohstoffe, Energie, Luft und Wasser eingespart werden“, sagt Dr. Harald Hauke, Geschäftsführer der Altstoff Recycling Austria (ARA). Um beispielsweise Aluminium wieder aufzuschmelzen, würden nur etwa fünf Prozent der Energie benötigt, die zur Herstellung der gleichen Menge an Primärmaterial erforderlich sind. Dazu kommt, dass Metalle, ganz besonders Aluminium, unendlich oft wiederverwertet werden können, ohne die spezifischen Eigenschaften wie Festigkeit, Verformbarkeit, Leitfähigkeit, Korrosionsbeständigkeit oder physiologische Unbedenklichkeit zu verlieren.

Sammeln muss einfach und bequem sein.
Österreich liegt mit einer Recyclingquote von 84 Prozent bei Metall im EU-Spitzenfeld. „Rund 32.200 Tonnen Verpackungen aus Ferrometall   und Aluminium konnten 2020 erfasst werden“, sagt Hauke. Durch das Recycling dieser Ver-packungen konnten somit rund 45.000 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden. Dennoch ist noch Luft nach oben, etwa bei Aluminium: Eine Studie zeige, dass von den jähr-lich 16.000 Tonnen Aluminium-Verpackungen nur knapp 10.000 Tonnen richtig entsorgt werden, heißt es dazu bei der Umweltorganisation Global 2000. Neben Aluminium¬verpa-ckun­gen bestehen übrigens auch Getränkeverbundverpackungen („Tetra Pak“) sowie Haushaltsfolien zum Teil aus Aluminium.
Rund 8.000 Tonnen Aluminium gelangen jährlich in den österreichischen Restmüll, rechnet Global 2000 vor. Ein Einweg-Pfandsystem nicht nur für Plastik und Glas, sondern auch für Metall könnte gewährleisten, dass keine Getränkeverpackungen mehr in der Natur landen und Ressourcen geschont werden. 

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05_21. Vielleicht interessiert Sie auch: