REDUCE, REUSE, RECYCLE

Umweltschutz wichtiger seit Corona

30 Prozent der Österreicher legen mehr Wert auf Umweltschutz als noch vor der Corona-Krise. Vor allem jüngere Menschen trennen häufiger ihren Müll.


Die Welt steht irgendwie Kopf, doch der Natur bleibt etwas Zeit sich zu erholen. Weltweit hat die Corona-Krise unsere Gesellschaft dazu gezwungen, plötzlich inne-zuhalten. Es stellt sich die Frage: Wie hat uns die Krise verändert und werden wir Dinge künftig anders machen? Während die Auswirkungen auf Arbeitsmarkt und Wirtschaft nach wie vor unklar sind, zeigt sich in Sachen Umwelt jedoch eine positive Entwicklung: Laut einer aktuellen Umfrage der Recycling-Initiative „Jede Dose zählt“ legen 30 Prozent der Österreicher mehr Wert auf Umweltschutz als noch vor Corona. Auch konkrete Verhaltensveränderungen werden bereits sichtbar: Insbesondere junge Menschen trennen ihren Müll häufiger und sorgen so dafür, dass wertvolle Sekundärrohstoffe in den Recyclingkreislauf rückgeführt werden. Dazu wurden im Juni rund 500 Personen im Alter zwischen 14 und 75 Jahren in ganz Österreich befragt.

Corona-Krise als Auftrieb für den Klimaschutz? Noch Anfang des Jahres sind jeden Freitag tausende Menschen für den Klimaschutz auf die Straße gegangen. Mit Corona und dem Lockdown ist diese Debatte vorerst in den Hintergrund gerückt. Nun zeigt sich, das Virus könnte sich sogar positiv auf den Umweltschutz auswirken: knapp 64 Prozent aller Befragten wünschen sich demnach eine umweltfreundlichere Politik, bei den 14 bis 29-Jährigen sind es sogar knapp 71 Prozent.         
Für 30 Prozent der Befragten ist Umweltschutz „viel wichtiger“ oder „wichtiger“ ge-worden, bei den unter 30-Jährigen sind es mehr als 38 Pro­zent. Um selbst einen Beitrag zu leisten, wird vor allem auf Mülltrennung und Recycling geachtet (82,8 %), Lebensmittel­verschwendung vermieden (76,6 %) sowie regionale/saisonale Lebens-mittel gekauft (65,3 %). Etwas mehr als 60 Prozent achten darauf, Plastik so weit möglich, zu vermeiden. Bei einer Vergleichsstudie von Februar 2019 waren es noch 48,3 Prozent.

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05_20. Vielleicht interessiert Sie auch: