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Ziviles Engagement

Die Corona-Krise hat vieles überlagert und in den Hintergrund gedrängt – auch die Klima-schutzbewegung Fridays For Future. Die Umweltaktivisten rund um das „FFF-Mastermind“ Greta Thunberg sorgen jedoch dafür, dass sie nicht in Vergessenheit geraten.


Wir erinnern uns noch: 2018 verweigerte die damals 15-jährige Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg aus Schweden den Schulbesuch. Sie setzte sich täglich vor das schwedische Reichstagsgebäude in Stockholm und bekundete mit einem Schild ihren „Schulstreik fürs Klima“. Im Herbst desselben Jahres verkündete Thunberg unter dem Hashtag #FridaysForFuture, dass sie ihren Protest so lange fortsetzen wolle, bis die schwedische Klimapolitik den Grundsätzen des Pariser Klimaabkommens entspreche. Ihr Streik erregte weltweit Aufmerksamkeit und war Vorbild für ähnliche Protestaktionen in einer ganzen Reihe von Ländern. Freitags begaben sich auch österreichische Schüler in den Streik.
Was anfangs von so manchem als jugendlicher Unmut abgetan wurde, entwickelte sich ste-tig zu einer respektablen Bewegung. Das plötzlich neu aufkeimende Interesse an Politik und deren Entscheidungen für das Weltklima beeindruckte selbst ewige Schwarzmaler. Der bis-her größte Klimastreik fand am 27. September 2019 statt. Laut den Organisatoren nahmen in ganz Österreich 150.000 Personen teil, davon 80.000 in Wien. Die Polizei schätzte die Teil-nehmerzahl auf 80.000, davon 30.000 in Wien.

Freitags viel Lärm um sehr viel. Diana Hatzenbühler ist eine Vertreterin der heimischen Gruppe von „Schülern, Lehrlingen, Studierenden und (jungen) Menschen aus verschiedenen Teilen Österreichs, die nicht mehr zusehen wollen, wie ihre Zukunft verspielt wird“. Sie er-klärt, worum es den (meist) jungen Menschen geht: „Wir als FFF haben als konkrete Forde-rung, dass das Pariser Klimaabkommen eingehalten und die Erderwärmung auf maximal 1,5 °C eingedämmt wird. So gesehen ist das eigentlich eine durchaus konservative Forderung, wenn man bedenkt, dass Österreich das Abkommen bereits vor fünf Jahren unterzeichnete und sich zusammen mit 195 weiteren Staaten zu dessen Einhaltung verpflichtet hat.“

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03_21. Vielleicht interessiert Sie auch: