SERIE: BIO-PRODUZENTEN & PIONIERE

Vom Garten zur Aktiengesellschaft

Ein kleiner Heilpflanzengarten stand am Anfang der Geschichte von Weleda. Heute zählt die Weleda AG zu den Marktführern in Sachen zertifizierte Naturkosmetik und anthroposophische Arzneimittel.

Der österreichische Philosoph Dr. Rudolph Steiner und die niederländische Ärztin Dr. Ita Wegmann gründeten 1920 in der Schweiz die „Futurum AG“ und in Stuttgart „Der Kommende Tag AG – Aktiengesellschaft zur Förderung wirtschaftlicher und geistiger Werte“. Beide Unternehmen fusionierten aus wirtschaftlichen Gründen unter dem Namen „Internationale Laboratorien und Klinisch-Therapeutisches Institut Arlesheim A.G.“ im Jahr 1921 und leiteten damit die Geburtsstunde der Weleda ein. 1924 wurde „Weleda“ als markenrechtlich geschützter Handelsname eingetragen, während die Naturkosmetika unter dem Namen „Everon“ vertrieben wurden.
An der Vision, die Gesundheit des Menschen zu erhalten, zu fördern und wiederherzustellen, hat sich seit der Gründung nichts geändert, sie liest sich heute nur zeitgemäßer: „Wir wollen einen Beitrag für eine Welt leisten, in der Gesundheit und Schönheit von Mensch und Natur immer wieder neu entstehen.“ Dazu wird auf ein vielfältiges Produktsortiment gebaut, das aus rund 120 Naturkosmetikprodukten und Diätetika sowie über 1.000 Fertigarzneimitteln zur Selbstmedikation besteht. Allein für klassische Anwendungsgebiete wie Erkältung, Stress und Erschöpfung, Auge und Haut gibt es über 90 Arzneimittel. Die Weleda Produkte sind in über 50 Ländern erhältlich.

Von Hand geerntet. Die Herstellung des gesamten Weleda Sortiments findet hauptsächlich in Deutschland und in der Schweiz statt. Hohe Qualitätsanforderungen werden an die gesamte Herstellungskette gestellt. Die Rohstoffe kommen überwiegend aus biologisch-dynamischen Anbauprojekten wie dem Heilpflanzengarten, aus kontrolliert biologischem Anbau oder zertifizierten Wildsammlungen. So wachsen zum Beispiel auf 23 Hektar im firmeneigenen und europaweit größten Heilpflanzengarten in Schwäbisch Gmünd-Wetzgau mehr als 1.000 verschiedene Pflanzenarten, von denen 150 vorwiegend für die Herstellung von Arzneimitteln eingesetzt werden.

Dieser Artikel erschien
03_19. Vielleicht interessiert Sie auch: