PLANETARY HEALTH DIET

Essen mit gutem Gewissen

Von der Energiewende zur Ernährungswende ist die Basis einer neuen Diät, die nicht nur dem Körper und der Gesundheit Gutes tun will, sondern auch der Umwelt. Die „Planetary Health Diet“ ist von einem interdisziplinären Team von Wissenschaftlern entwickelt worden und verspricht weitaus mehr Vorteile als bisherige Ernährungskonzepte.


Der Speiseplan für die Zukunft der Menschheit entstand aus einer Kombination aus Litera-turrecherchen, anerkannten Ernährungsempfehlungen und Ergebnissen der Gesundheits- und Klimaforschung. „Die wachsende Weltbevölkerung kann gesund und nachhaltig ernährt werden, wenn wir die Art und Weise, wie wir essen und Lebensmittel produzieren, grund-legend verändern“, so lautet das zentrale Ergebnis der EAT-Lancet-Kommission, einer Kooperation zwischen der norwegischen Nichtregierungsorganisation EAT und „The Lancet“, einer der führenden medizinischen Fach­zeitschriften. Hier arbeitet ein Team von Wissenschaftlern aus den Bereichen Gesundheit, Nachhaltigkeit, Wirtschaft, Politik und Landwirt¬schaft interdisziplinär und international zusammen, um den Klimasünden, die durch die Lebensmittelproduktion verursacht werden, den Kampf anzusagen. Insgesamt haben sich dabei 37 Experten aus 16 verschiedenen Ländern auf einen Vorschlag geeinigt, der unter dem Titel „Planetary Health Diet“ eine Ernährungsform propagiert, die Gesundheit und Umwelt gleichermaßen schützen soll.
„Um alle Menschen dieser Erde bis zum Jahr 2050 nachhaltig und gesund zu ernähren, ist eine grundlegende Veränderung unserer Ernährungsweise nötig“, stellt der vor einem Jahr veröffentlichte Report der EAT-Lancet-Kommission fest. Damit unser „tägliches Brot“ auf den Teller kommt, sorgt die Lebensmittelproduktion für etwa 30 % der Treibhausgas-emissionen und 70 % des Frischwasserverbrauchs. Ohne Klima- und Ernährungswende können damit langfristig weder die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN) noch das Pariser Klimaabkommen eingehalten werden.


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