EINLEGEN, DÖRREN ODER RÄUCHERN

Jetzt füllen wir unsere Vorratskammer!

Jetzt wird geerntet! Wer seine Vorratskammer wieder auffüllen will, der sollte sich beeilen. Denn die frischesten Pilze, knackigsten Gemüse und saftigsten Früchte gibt es jetzt in diesen Wochen.


Vorratskammer – ein Begriff, der viel umschreibt, der noch mehr beinhaltet und auch Kindheitserinnerungen wach werden lässt. Seit sich der Mensch mit dem Thema Nahrung auseinandersetzt – und das tut er im Grunde schon immer –, musste er auch ständig für die zum Überleben notwendigen Vorräte sorgen. Sei es durch die Haltung von Nutztieren, das Trocknen von Getreiden oder Kräutern, das Dörren von Obst oder Pilzen oder das Einlegen bzw. Einkochen von pikanten oder süßen kulina-rischen Köstlichkeiten. Man war immer bestrebt, Produkte, die gerade verfügbar waren, für einen späteren Zeitraum in irgendeiner Form zu konservieren.

Garteln und sammeln. Vielleicht erinnern Sie sich noch daran, wie im Spätsommer emsig damit begonnen wurde, die Vorräte für den bevorstehenden Winter anzulegen. Da wurden Karotten, Sellerie, Kren und Erdäpfel im Keller in den feuchten Sand ein-gelegt. Äpfel und Birnen wurden sorgfältig in Holzregale gelegt oder zu Kompott, Saft oder Marmeladen verarbeitet und sogar die Eier der Hühner wurden mit der Spitze
nach unten behutsam in Gläser gelegt, bevor sie mit einer Kalklösung übergossen wurden.
Wie man das ganze Jahr davon profitieren kann, das wissen Ingrid Pernkopf und Willi Haider und zeigen die besten Tipps und Tricks fürs Haltbarmachen in ihrem Buch „Die Vorratskammer“.  450 Rezepte für Marmeladen, Säfte, sauer Eingelegtes, Öle, Essige, Würzmischungen, Pasten etc. sind in diesem umfassenden Standard¬werk versammelt. Von Wurzeln und Knollen bis zu Pilzen und Nüssen, von Äpfeln und Karotten bis zu Knoblauch und Rosmarin: Eine umsichtige Vorratshaltung gewinnt in Zeiten der Wegwerf-Gesellschaft wieder zusehends an Bedeutung.

Dieser Artikel erschien
September 2017. Vielleicht interessiert Sie auch: