LECKERE STEUERZUCKERL

Gut gespart!

Nicht nur die Umwelt, auch Unternehmen profitieren vom Umstieg auf Elektroautos. Und zwar dank Förderungen, Steuervorteilen und niedrigeren Instandhaltungskosten.


Will Österreich die Klimaschutzziele einhalten, sollten bis 2020 rund 200.000 E-Autos auf den Straßen rollen. Die Zeit drängt: Ende des Vor­jahres fielen nicht ganz 11.400 der insgesamt 4,8 Millionen Autos in der Alpenrepublik in diese Kategorie. Dazu kamen rund 1.500 Lkw, die elektrisch betrieben wurden, sowie 160 Busse. Allerdings: der Anteil der Elektrofahrzeuge steigt und steigt. Allein im ersten Quartal dieses Jahres wurden 1.506 elektrisch betriebene Pkw – ein Plus von 23,6 Prozent – sowie 33 Lkw neu zugelassen. Denn vor allem Unternehmen sind in der jüngsten Zeit stark auf den Elektromobiltätszug aufgesprungen.

Umweltfreundlich zugestellt. Auf konsequente Ökologisierung und damit auch auf E-Mobilität setzt etwa die Österreichische Post AG. Das bereits seit 2011, wurde doch damals schon die Initiative „CO2-neutral zugestellt“ gestaltet. Mittlerweile ver¬fügt das Unternehmen nach eigenen Angaben über den größten E-Logistikfuhrpark Österreichs. Mit Ende 2016 waren nach Angaben von Pressesprecher David Weichsel¬baum 683 E-Fahrräder, 370 E-Mopeds und E-Sonderfahrzeuge sowie 334 E-Autos   in der Zustellung in Betrieb. „Betankt“ werden die E-Fahrzeuge mittels eigener Ladestationen, beispielsweise direkt in den Zustellbasen. Der Stromver¬brauch für die E-Fahrzeuge wird dabei vollständig durch die unternehmenseigenen Aufdach-Photo­voltaik-Anlagen auf den Verteilzentren in Wien-Inzersdorf und Allhaming (OÖ) gedeckt. Darüber hinaus bezieht das Unternehmen ausschließlich Grünstrom aus Österreich, so Weichselbaum. Haupteinsatzgebiet für die E-Fahr¬zeuge sind derzeit Ballungsräume. In Wien erfolgt die Zustellung von Brief- und Werbesendungen an Privatkunden zu 98 Prozent ökologisch, in Eisenstadt sind es bereits 100 Prozent. In St. Pölten, Innsbruck oder auch Wiener Neustadt wird bereits zu über 90 Prozent „grün“ zugestellt, die weiteren Landeshauptstädte befinden sich am besten Weg dahin.

Dieser Artikel erschien
September 2017. Vielleicht interessiert Sie auch: