BIO-PRODUZENTEN UND –PIONIERE

Was Sehnsucht mit Bio zu tun hat

Sie könnten unterschiedlicher nicht sein und dennoch haben sie eines gemeinsam: Sie prägen die Bio-Szene mit persönlichem Engagement und innovativen Ideen. Die Rede ist hier vom Kräuterexperten Prior Pater Dr. Johannes Pausch und vom Biobauern Wolfgang Mitter.


Im Europakloster Gut Aich, einem Benediktinerkloster im Ort Winkl der Salzburger Gemeinde Sankt Gilgen, feiert Prior Pater Dr. Johannes Pausch bereits das 25-jährige Bestehen und erinnert sich an die Anfänge noch genau: „Eigentlich entstand alles aus der Not unseres Klosters heraus; nachhaltige Kreativität entsteht häufig aus dem Mangel, nicht aus der Fülle. Denn das Kloster ist ja hier wortwört-lich auf der grünen Wiese entstanden und wir mussten und müssen uns erhalten und finanzieren. Wir haben entdeckt, dass die größten Schätze direkt in unserer Umgebung, vor der Haustüre wachsen, nämlich die Heilkräuter. Der nachhaltige Umgang ist für uns selbstverständlich, denn sonst würden wir uns den Ast abschneiden, auf dem wir sitzen.“ Maßvoller Anbau und ebenso maßvolle Ernte waren und sind der Grundstein für den Erfolg. „Von den Gaben der Natur darf man sich keine Wunder er-warten, lassen Sie sich aber immer wieder aufs Neue von den wohlschmeckenden, sanften und tief-gründig wirkenden Kräften der Pflanzen überraschen“, sagt Pausch.

Kooperation mit SPAR. Das Wissen um die Kraft der Kräuter kann er dank SPAR nun auch an einen großen Kundenkreis weitergeben. „Für den Lebensmittelhändler entwickeln wir vor allem Bio-Kräuter-mischungen und Brotrezepturen mit Hildegard Kräutern“, erzählt Pater Pausch. Die Bio-Küchenkräuter aus Gut Aich entfalten dank seines Engagements heute ihr Aroma schon in vielen heimischen Gemüse- und Fleischgerichten, Aufstrichen, Salaten, Müslis, Suppen, Nudelgerichten oder Saucen. Mit den Produkten bei SPAR im Regal vertreten zu sein, quittiert er mit einem Schmunzeln: „Natürlich kam hier eine Prominenz dazu und ich wurde immer wieder auf der Straße nach Wehwehchen und ihrer Behandlung befragt. Viele meinten, wir würden uns mit einem Konzern einlassen und nur Geschäfte machen wollen. Das muss man dann halt aushalten. Für uns zählte die hohe menschliche Qualität in der Zusammenarbeit und der Wille des Partners, tatsächlich nur hochwertigste Produkte anbieten zu wollen.“

Dieser Artikel erschien
Oktober 2018. Vielleicht interessiert Sie auch: