CLEAN EATING

Alter Wein in neuen Schläuchen?

Wie der Name schon vermuten lässt, hat „Sauberes Essen“ etwas mit Reinheit, Sauberkeit und Einfach­heit zu tun. Dahinter versteckt sich eine spezielle Ernährungsmethode, die sich auf natürliche und gesunde Produkte ganz ohne Zusatzstoffe konzentriert. Also, eigentlich eh bio?


Die Tipps erscheinen auf den ersten Blick nicht neu: Iss nichts, was deine Großmutter nicht kannte oder wo auf dem Etikett mehr als drei Inhaltstoffe zu finden sind – das ist hinlänglich bekannt. Dazu kommen wenig Fett, viel Gemüse und Vollkornprodukte ganz nach dem Vorbild der Vollwerternährung aus den 80er-Jahren. Mit ein paar neuen Ideen aufgepeppt – wie Slow Food, Overnight Oats oder exotischer Gewürzküche – ist das Rezept für Clean Eating schon fertig. Vernünftiger und damit auch nachhaltiger und gesunder Konsum soll es sein und hat das Ziel, dem Körper nicht mehr zuzuführen, als er braucht und gut verarbeiten kann. Alles wegzulassen, was dem Organismus nicht guttut, sodass am Ende nicht nur Genuss ohne Reue, sondern eine ausgewogene Ernährung steht, die noch zusätzlich die gesunde Entwicklung in jedem Alter ganz von selbst unterstützt.  
Das Endergebnis kann sich in vielen Fällen auch rasch optisch sehen lassen: Die Haut wird reiner, das Aussehen jugendlicher und so manche ernährungsbedingten Wehwehchen wie Blähungen oder Völlegefühl verschwinden. Ein paar überflüssige Kilos verschwinden auch, denn der Verzicht auf Zucker und Alkohol ist Teil des Ernährungskonzeptes. Selbst Allergien oder häufige Kopfschmerzen können oft mithilfe von Clean Eating deutlich besser werden.

Was ist clean? Die Regeln sind einfach: Auf dem Speiseplan steht alles, was frisch gekocht werden kann und nicht in einem Industriebetrieb „vorgeformt“ wurde. Im Supermarkt heißt das Hände weg von Fertiggerichten sowie Nahrungsmitteln, die künstliche Konservierungsstoffe oder Farb- und Aromastoffe enthalten – am ein-fachsten: Meiden Sie alles, was verpackt ist. Erlaubt ist viel frisches Obst und Gemüse und hier vorrangig saisonale Produkte. Was auf den ersten Blick so   einfach klingt, ist in der Praxis nicht für jeden immer ganz leicht umzusetzen.

Dieser Artikel erschien
November 2018. Vielleicht interessiert Sie auch: