SERIE: NATÜRLICHE ALLESKÖNNER

Die Milch macht’s

Milch ist in den meisten Familien fixer Bestandteil des Speiseplans – wenn nicht in ihrer puren Form, dann als Joghurt, Käse, Topfen, Butter oder als Zutat in vielen Lebensmitteln. Abgesehen von den kontroversiellen Informationen über Milch als Lebensmittel, ist Milch aber auch in vielen anderen Lebensbereich allgegenwärtig.  


Immer öfter wird kritisiert, dass Milch nicht so gesund ist, wie ihr Ruf vermuten lässt. Bei der immer größer werdenden Zahl an Veganern rennen Kritiker damit offene Türen ein, wird doch Milch als tierisches Produkt tunlichst gemieden. Doch wie be-rechtigt ist der angeschlagene Ruf von Milch tatsächlich? Jahrtausendelang machte sich niemand Gedanken darüber, ob Milch schaden könnte. Schon vor 6.000 Jahren tranken die Menschen Milch. Diese lange Tradition trägt wohl dazu bei, dass wir grundsätzlich Milch gut vertragen, wobei diese Verträglichkeitsrate – sie liegt bei etwa 85 % – nur in Europa so hoch ist. Auf anderen Kontinenten, etwa in Asien, ist sie deutlich niedriger.
Jene Menschen, die Milchzucker (Laktose) schlecht oder nicht vertragen, das heißt, schlecht oder nicht verdauen können, leiden nach dem Konsum unter Bauchkrämpfen, Blähungen, Übelkeit oder Durchfall. Sie müssen auf Milch verzichten – eben­so wie jene, die gegen Milchproteine allergisch sind.
Wer Milch nicht gut verträgt, also eine Laktoseintoleranz aufweist, hat einen guten Grund, darauf zu verzichten. Für alle anderen gelten die wertvollen Inhalts­stoffe jedenfalls als ein schlagendes Argument. Kalzium, Jod, hochwertige Proteine oder vielfältige Fettsäuren machen die weiße Flüssigkeit zu einem wichtigen Nahrungs-mittel, Milch und Milchprodukte wirken positiv gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Darmkrebs. Das bestätigen zahlreiche Studien, doch es  gilt auch einige Einwände zu akzeptieren.
Milchfette machen Milch auch nicht unbedingt zu einem Diätmittel, zudem handelt es sich dabei vorrangig um gesättigte Fettsäuren. Das enthaltene Kalzium wirkt nicht in dem Ausmaß knochenstärkend, wie man das erwarten würde. Und die enthaltenen Enzyme und Hormone helfen Kindern zwar beim Wachsen, können aber auch für Akne verantwortlich sein.

Dieser Artikel erschien
Mai 2018. Vielleicht interessiert Sie auch: