PRODUZENTEN UND PIONIERE

Nachhaltige Familienrezepte

Mehr als „nur Mitarbeiter“ sind die Arbeitnehmer in traditionellen Familienbetrieben wie ISOCELL, dem Salzburger Spezialisten für Zellulosedämmung und Luftdichtheit, oder am steirischen Lukashof, einem wahren Zentrum für Bio-Delikatessen.


Dreißig Jahre ist es bereits her, als Dagmar und Alois Högler den Familienbetrieb „Lukashof“ aus dem 16. Jahr­hundert auf Bio umstellten. „Begonnen hat alles damit, dass wir auf Wochenmärkten selbst gemachtes Brot, Geselchtes und Apfelsaft ver-kauften. Eine Reise in die Normandie und Bretagne inspirierte uns ein paar Jahre später, auch selbst Schnaps zu brennen“, erzählt Alois Högler. Damit aber nicht genug: Von ihren Reisen nach Italien und zu Bio-Fachmessen im Ausland brachte das engagierte Ehepaar immer wieder neue Ideen mit. Marmeladen, eingelegtes Gemüse und andere Bio-Produkte wurden bei umliegenden bäuerlichen Betrieben eingekauft und Bio-Geschenkboxen für Firmen angeboten. „Da viele Erzeugnisse aber nicht unseren hohen Qualitätsansprüchen entsprachen, beschlossen wir, sie selbst in der von uns erwünschten Bio-Qualität herzustellen“, sagt Högler. Das Debüt in Sachen Feinkost war ein Pesto aus Kürbiskernöl und Basilikum, weitere Kreationen wie Schilcher-Kren-Senf und Weingarten-Pfirsich-Chutney folgten.

Gesundheit geht vor. Warum sich Alois schließlich für die Umstellung auf biologi-schen Anbau und Produktion entschied, ist einfach erklärt: „Ich war immer wieder krank, vor allem nachdem ich die Felder gespritzt habe. Der Zusammenhang wird nicht gleich sichtbar, aber wenn man die Intervalle über einige Zeit beobachtet, liegt die Ursache doch auf der Hand.“ Als einer der Pioniere in Sachen Bio-Bewirtschaftung wurde er anfangs nicht immer ernst genommen. Viele Entwicklungen musste er sich hart erarbeiten  und immer wieder ausprobieren, wie es besser gehen könnte. „Die Genussmanufaktur und ihre Produkte ergaben sich im Laufe des Tuns. Wir haben die Wünsche und Bedürfnisse der Konsumenten immer  besser kennengelernt und uns an den Marktgegebenheiten orientiert“, erinnert er sich. Der Firmenchef hat aber keinen Tag bereut: „Ich würde es wieder machen.

Dieser Artikel erschien
Mai 2018. Vielleicht interessiert Sie auch: