MEHR E-LADESTATIONEN

Zeitgemäße Bedürfnisse

Mehr Elektroautos auf der Straße heißt zwangsläufig auch, dass die Errichtung der erforderlichen E-Ladeinfrastruktur vorangetrieben werden muss. Das betrifft jedoch nicht nur öffentliche Flächen, sondern auch Einfamilienhäuser oder Wohnanlagen.


Studien zeigen, dass die überwiegende Mehrzahl der Eigentümer von Elektrofahr-zeugen diese auch zu Hause laden wollen. Während der Einbau von E-Ladeinfra-struktur für Elektrofahrzeuge bei neu gebauten Wohnhausanlagen zunehmend zum Standard wird, stellt die Nachrüstung von Ladestationen in bestehenden Wohngebäu-den eine Reihe sowohl technischer als auch rechtlicher Herausforderungen dar. Dennoch ist auch das kein unüberwindbares Hindernis, wie DI Dr. Rudolf Mörk-Mörkenstein, Geschäftsführer  des Instituts für Elektrotechnik und Sicherheitsweisen sowie einziger österreichischer Sachverständiger für Elektroautos, erklärt: „Eine Leer-verrohrung mit einem Kabel zu füllen oder einen Kabelkanal in einer Tiefgarage zu verlegen, ist ein machbarer Aufwand. Dafür müssen die Bauträger eingebunden und möglichst frühzeitig entsprechende Planungen durchgeführt werden.“
In Österreich hat die Arbeitsgruppe „E-Mobilität und Auswirkungen auf Gebäude-standards- und Ausrüstung“ im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Tech-nologie die technischen und organisatorischen Lösungen aufbereitet. Wesentlich da-bei sind die Fragen, welche technische Ausrüstung für die Errichtung einer Ladesta-tion erforderlich ist, ob bei der Errichtung von Ladestationen auch allgemeine Teile des Hauses berührt werden und welche Kostenpositionen für die Errichtung und den laufenden Betrieb von Ladestationen anfallen. Für die Heimladung von Elektromobilen im großvolumigen Wohnbau stehen – meist fix zugeordnete und gemietete oder gekaufte – Garagen im Gebäude oder Stellplätze außerhalb des Gebäudes zur Verfügung. Ziel ist dabei auch, auf eine Schnellladung zu verzichten, das heißt, dass Elektrofahrzeuge langsam und mit geringen Leistungen geladen werden. Das erfolgt meist über Nacht, wo ausreichend Zeit dafür ist.

Dieser Artikel erschien
Mai 2018. Vielleicht interessiert Sie auch: