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Wegschauen gilt nicht

Ein Film über Menschen, die etwas bewegen wollen, soll Mut machen, die Ärmel aufzukrempeln und sich zu engagieren: für eine lebendige politische Kultur, für nachhaltige Lösungen bei Lebensmitteln und Bauen oder für soziale Gerechtigkeit. Kurzum: für alles, was die Gesellschaft bewegt.

Zurzeit weht der Wind für zu viele ein wenig zu rau: Terrorangst, Kriegsgefahr oder Flüchtlingskrise prägen die Nachrichten und machen es oft schwer, an eine sichere und positive Zukunft zu glauben. Wo wir auch hinschauen, machen sich Krisen breit. Umweltverschmutzung, Armut, Politikverdrossenheit, Wirtschaftskrise, weltweit Millionen Menschen auf der Flucht. Die Probleme sind vielfältig, komplex und hinterlassen oft ein Gefühl von Ohnmacht und diffusen Zukunftsängsten.
Wie reagieren wir auf die vielfältigen realen oder fiktiven Bedrohungen? Wir alle kommen auf die eine oder andere Weise mit dem Leid anderer in Kontakt. Viele von uns fühlen sich traurig und hilflos, werden wütend, erstarren geradezu oder wenden sich resigniert ab. Für den einen ist es die Strategie „Augen zu, Ohren zu“, andere krempeln die Ärmel auf und werden aktiv.

 

Geschichte hat kein Gesetz

Aktuell nimmt sich ein Film  von Teresa Distelberger, Niko Mayr, Gabi Schweiger und Nicole Scherg genau dieses Themas an. Er erzählt unter dem Titel „Die Zukunft ist besser als ihr Ruf“ in sechs Beispielen von der Mög-lichkeit, den Lauf der Dinge doch selbst mitzugestalten. Sechs Menschen ermutigen uns, die Welt mitzugestalten. Sie bewegen, was ihnen wichtig ist und weil sie es gerne tun und fangen einfach da an, wo sie gerade sind. „Es gibt keine Gesetze für den Lauf der Geschichte. Wir alle haben die Möglichkeit, etwas zu verändern. Und es lohnt sich“, sind sich die Filmemacher einig.
Walter Ötsch, emeritierter Professor für Ökonomie an der Johannes Kepler Universi-tät, beschäftigt sich als Wissenschaftler mit der Erforschung des Wirtschaftssystems und vermittelt seinen Studierenden, wie durch einen kulturhistorischen Blick auch große Tendenzen erkennbar werden. „Es gibt kein Gesetz in der Geschichte. Nie-mand kann sagen, wie sich die Zukunft entwickeln wird. Es kann morgen Barbarei geben oder eine bessere Gesellschaft. Die Zukunft ist offen. Wir müssen sie machen“, fordert Ötsch auf.

Dieser Artikel erschien
Mai 2017. Vielleicht interessiert Sie auch: