BABY, KIND & CO.

Ich will Bio!

Werdende Mütter durchlaufen häufig einen Umdenkprozess, denn ab der Erkenntnis, dass sie neues Leben in sich tragen, kommt auch das Bewusstsein, dass nun alles, was sie zu sich nehmen, für beide Auswirkungen hat – für Mutter und Kind. Noch wichtiger wird dieser Aspekt freilich nach der Geburt.

Selbst ein wenig zu sündigen oder ab und zu über die Stränge zu schlagen, damit können die meisten Frauen gut umgehen. Sobald es jedoch um ihren Nachwuchs geht, sortieren immer mehr (werdende) Mütter ihre Einstellung zu gesunder, ausge-wogener Ernährung neu. Und das ist grundsätzlich gut so. Alkohol sowie Fett, Zucker und Konservierungsmittel, künstliche Aromen und Geschmacksverstärker im Übermaß sollten schlagartig möglichst weitgehend verbannt werden. Was seltsamerweise im „Solo-Alltag“ schon ganz schön schwer fällt, ist plötzlich als Schwangere kaum eine Überlegung wert. Nun wird auf Obst und Gemüse, (Vollkorn-) Getreide, Fisch, wenig Fleisch, noch weniger Süßes und jedenfalls viel Wasser und Tee gesetzt. Sobald dann das Baby geboren ist, kommen immer öfter nur mehr Bio-Obst und -Gemüse in die Einkaufstasche und bei der Babyfertigkost werden die Zutaten­listen ohnehin mit Akribie inspiziert.
Babykost ist doch immer gesund, oder? Das Leben mit Kind ändert eben so einiges – mitunter auch die Einstellung zur Ernährung. Babykost also nur mehr bio? Nun mag man sich durchaus die Frage stellen, ob diese „Vorsichtsmaßnahme“ nicht übertrieben ist, denn Babykost sollte doch immer gesund sein. Muss sie denn gleich bio sein? Erinnern wir uns doch an die Kriterien, die biologische Nahrungsmittel von konventionellen unterscheiden: klare gesetzliche Richtlinien für die Erzeugung, Gentechnikfreiheit, keine chemisch-synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel, keine künstlichen Farb- und Konservie­rungsstoffe, Aromen oder Geschmacksverstärker und noch viel mehr. Konventionelle Nahrungsmittel als Zutaten für Babykost können niemals die hohe Qualität garantieren, die Bio-Zutaten durchaus aufweisen, denn sie werden strenger kontrolliert. Wenn der Sicherheitsfaktor erhöht werden kann, indem auf Nahrungsmittel gesetzt wird, die noch strengeren Kontrollen unterliegen, dann wohl spätestens in der Zeit der Schwangerschaft und Mutterschaft – sowohl für die werdende Mutter als auch das Baby.

Dieser Artikel erschien
Mai 2017. Vielleicht interessiert Sie auch: