SERIE: NATÜRLICHE ALLESKÖNNER

Baanaanaa!

Bananen sind ein beliebter Snack für Leistungs- und Ausdauersportler, stehen aber auch im Ruf, wahre Kalorienbomben zu sein. Speziell aus der Dessertküche, aus Baby- und Krankenkost, aber eben auch als schnelle Energielieferanten sind die krummen Gelben kaum mehr wegzudenken. Möglicherweise könnten jedoch ein-seitige Anbaumethoden schuld daran sein, wenn die Banane zum Luxusgut mutiert.

Bananen sind das zweitbeliebteste Obst der Österreicher nach dem Apfel. Wir essen sie roh, gegrillt, gebacken, gebraten oder gekocht, als Saft, in Shakes, Smoothies oder Kuchen. Sie müssen allerdings von weither importiert werden, ursprünglich stammen sie aus Südostasien, wo sie bereits 600 v. Chr. kultiviert wurden. Heute sind die Hauptanbaugebiete in Ecuador, Costa Rica, Kolumbien und Indien zu finden. Bananenbäume bzw. -stauden tragen nur einmal Früchte, die aus den weiblichen Blüten hervorgehen, und sterben danach. Botanisch gesehen sind sie Beeren, was bei wilden Arten offensichtlicher ist, da sie zum Teil große harte Samen enthalten. Zierbananen enthalten kleine schwarze Samen, Obstbananen dagegen sind steril. Die krumme Form ist nötig, weil   sie dem Sonnenlicht entgegenwachsen. Das gilt aber nicht für alle Sorten, manche sind auch ganz gerade.

Fairtrade und Agroforstwirtschaft gegen Monopole

Der monokulturelle Bana-nenanbau bringt auch Probleme mit sich, aber davon später mehr. Diese Anbau-methode wird sehr oft gewählt, um auf möglichst einfache Art und Weise möglichst viele Bananen gleichzeitig ernten zu können – entsprechend wenig zimperlich geht man dabei mit Spritzmitteln, Arbeitsbedingungen und dem Grund und Boden um. Wie so oft sorgt  der Massenanbau – immerhin in mehr als 107 Ländern in Äquatornähe – dafür, dass die Schwächsten in der Lieferkette den Kürzeren ziehen.
Eine alternative Option sind Fairtrade-Bananen, die auch tatsächlich immer mehr Anklang finden. Von allen Fairtrade-Früchten ist die Banane die am meisten konsu-mierte. Fairtrade sorgt für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen auf den Plan-tagen und arbeitet mit organisierten Kleinbauernkooperativen in den Anbauländern zusammen. 

Dieser Artikel erschien
Mai 2017. Vielleicht interessiert Sie auch: