NEUE SERIE: bio in den Bundesländern

Bio-Vorzeige-Land-Wirtschaft

Salzburg ist ein echtes Bio-Musterland: Milch und Milchprodukte, Wurst- und Fleisch, Tauernroggen, „Eachtlinge“, Honig, Kräuter, Gänse oder Fisch sorgen für einen reich gedeckten Bio-Tisch. Im Rahmen eines Bio-Urlaubs, auf Märkten und bei zahlreichen Veranstaltungen kommen auch Gäste in den Genuss der regionalen Salzburger Schätze.

Das typische Salzburger Klischee setzt sich zum einen aus Kultur und zum anderen aus Landwirtschaft zusammen – und wie so oft liegen dem am meisten verbreiteten Bild auch wirklich handfeste Ursachen zugrunde. Neben der Kulturmetropole Stadt Salzburg, gelebtem Brauchtum und einer regen Sport-Fangemeinschaft punktet das Bundesland Salzburg mit Landwirten inklusive viel Authentizität und qualitativ hochwertigen typischen Produkten.

Grünlandbetriebe vorherrschend. „Die Landwirtschaft in Salzburg besteht vorwie-gend aus Grünlandbetrieben. Dadurch sind tierische Produkte vorherrschend“, fasst DI Andreas Schwaighofer, Geschäftsführer von Bio Austria Salzburg, zusammen und ergänzt: „Aus Salzburg stammt ein Drittel der gesamten österreichischen Bio-Milch. Alle namhaften Molkereien wie Pinzgau Milch, Salzburg Milch, oder Woerle verarbeiten Bio-Milch, viele kleine Käsereien ebenfalls. Ebenso typisch ist die Fleischproduktion und -verarbeitung.“ Das Aushängeschild des Landes, die Milchprodukte aus Kuhmilch, werden dabei zunehmend durch Schaf- und Ziegenmilchprodukte ergänzt. Weit über die Grenzen hinaus bekannt sind einzigartige Produkte wie der Rohmilchkäse von Gunther Naynar aus dem Lungau, der mehrere Haubenköche versorgt. 

„Im Kuhkäsesektor sind die Aushängeschilder Familie Mangelberger, Mattigtaler Käse aus Seekirchen, Familie Rettenbacher, Fürstenhof aus Kuchl, Käserei Sams aus Neumarkt und einige mehr“, erzählt Schwaighofer. „Die höchste Bio-Schau-käserei in Österreich wird etwa durch die Familie Steger, Jaidbachalm im Krimmler Achental, auf immerhin 1.800 Meter Seehöhe betrieben.“ Doch auch die Bewegung „Slow food Lungau“ punktet mit Besonderheiten: Sie kultiviert unter anderem die gefährdete Art des „Lungauer Tauernroggen“ und stellt damit Brot und Gebäck her.

Dieser Artikel erschien
März 2017. Vielleicht interessiert Sie auch: