GRÜNER DAUMEN

Wachstums-Booster auf Bio-Basis

Natürliche Bio-Düngung im Garten garantiert einen Turboeffekt für das Pflanzenwachstum, der nicht auf Chemie setzt und daher frei von schädlichen Nebenwirkungen für Natur und Konsumenten ist – Nachhilfe ohne schlechtes Gewissen sozusagen.

Der Bio-Garten verdient seinen Namen, wenn beispielsweise auf Pestizide und Gentechnik verzichtet wird, aber auch wenn für Düngemittel nur biologische Quellen verwendet werden. Selbst in Stadtwoh­nun­gen lässt sich auf einfache Weise Bio-Dünger herstellen und so kann die Bio-Qualität der Kräuter und Früchte garantiert werden. Düngerzugabe bewirkt nicht nur, dass Wachstum und Fruchtausbildung gefördert werden, sondern dass die Pflanzen auch gegen Schädlinge und Witterungseinflüsse widerstandsfähiger werden. Als Grundnährstoffe setzen sie dabei auf Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium, Calcium und Schwefel, dane-ben sind weitere Nährstoffe wie Bor, Mangan, Eisen oder Zink in Spuren wichtig. Für den hei-mischen Bio-Garten gelten ähnliche Regeln wie für die Bio-Landwirtschaft, aber in wesentlich kleineren und besser überblickbaren Dimensionen.

Strenge Regeln für die Landwirtschaft

Seit 2015 wird laut BIO AUSTRIA für die Landwirt-schaft die Qualität der Dünger nach verschiedenen Kriterien bewertet und eine schrittweise Reduktion der konventionellen organischen Stickstoffdünger angepeilt. Zu diesen konventio-nellen Düngern, die eingeschränkt werden sollen, zählen konventionelle Gülle und Jauche, Geflügel- und Schweinemist, Blut- und Federmehl. Die Düngerqualität wird dabei mittels Punktebewertung in gute und weniger gute eingeordnet. So wird seit 2015 auf Dünger mit weniger als fünf Punkten verzichtet – das sind Biosol, Haarmehlpellets, Hornmehle, Horn-späne, Horngrieß und Mischdünger aus diesen Komponenten. OPF-Granulat – OPF steht für „organic plant feed“, ein schnell   wirkender organischer Pflanzendünger – und OPF-Flüssig-dünger mit jeweils null Punkten werden seit 2017 vermieden. Ab 2021 soll dann sogar ganz auf Dünger mit weniger als zehn Punkten verzichtet werden.

Dieser Artikel erschien
Juli 2018. Vielleicht interessiert Sie auch: