UNFALLPRÄVENTION IM GARTEN

Gefährliche Idylle?

Die Gartensaison ist in vollem Gange – es wird gepflanzt, geschnippelt, gesägt, geklettert und geerntet, um die grüne Idylle für entspannende Stunden vorzubereiten. Da und dort lauern jedoch Gefahren, die viel zu oft unterschätzt werden. Umsicht und Vorsicht sind gute Begleiter bei der Gartenarbeit.

Ruhe, Entspannung wie auch Genuss für Augen und Gaumen gelten als wichtige Funktionen, die ein Garten zu erfüllen hat. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine Vielzahl an Arbeiten nötig, die per se Freude machen sollen und können. Gleichzeitig gilt es, auf Gefahren wie Gifte, Allergene, Krankheitserreger, Insekten, aber auch „klassische“ Unfallquellen zu achten, um das Vergnügen nicht zu trüben.

Achtung Gift! Auch die Wahl der Pflanzen ist Modeerscheinungen unterworfen. Dazu kommt, dass in bestehenden Gärten oftmals Pflanzen vertreten sind, die heute zwar nicht mehr „trendy“ sind, aber damals, als sie gepflanzt wurden, zur Standard-ausstattung der meisten Gärten gehörten. Überlegungen, was heute nicht mehr passt, sollten daher auf dem Plan stehen, wenn beispielsweise eine Jungfamilie mit Kleinkindern einen Garten mit Thujen, Goldregen oder Maiglöckchen bezieht, denn diese häufig vertretenen Pflanzen sind giftig. Kinder sind selbst von höchst aufmerk-samen Eltern nicht in jeder Sekunde überwachbar und schon wird gekostet, was so verlockend aussieht.
Jeder Kinder-Garten benötigt daher einen „Gift-Check“ und entsprechende Gefahren gehören eliminiert. Immerhin sind rund 150 der 3.000 heimische Pflanzenarten stark giftig, wie die Österreichische Apothekerkammer warnt. Selbst grüne Tomaten oder Kartoffeln können Kindern zum Verhängnis werden. Unterschätzen Sie niemals die Experimentierfreude von Kindern!
Auch Pflanzenschutzmittel, Unkrautvernichter, Schädlingsbekämpfungsmittel – man denke nur an die „hübschen“ blauen Schneckenkörner – gehören nicht in einen Garten, in dem Kinder herumtollen. Haustiere, speziell kleine Arten und Rassen, reagieren mitunter ebenfalls sehr empfindlich auf Chemikalien und Gifte, ganz zu schweigen von gern gesehenen Gästen wie Igeln, vulgo Schneckenvernichtern, Singvögeln oder Schmetterlingen.
 

Dieser Artikel erschien
Juli 2017. Vielleicht interessiert Sie auch: