ERNEUERBARE ENERGIEN

E-Mobilität und Energiewende

Über den gesamten Lebenszyklus betrachtet, verursacht ein E-Fahrzeug mit Strom aus 100 % erneuerbarer Energie um bis 80 % weniger CO2-Emissionen als ein konventioneller Benzin-Pkw. Grund genug, Österreich mithilfe erneuerbarer Energien elektrofit zu machen.


Die Nutzung von erneuerbarer Energie ist ein wichtiger Beitrag zur „dekarbonisierten Gesellschaft“, in der fossile Energieträger keine Rolle mehr spielen. Österreich hat sich im Rahmen des EU Klima- und Energiepaketes 2020 verpflichtet, den Anteil erneuerbarer Energie im nationalen Energiemix auf 34 % zu steigern. Der Anteil von erneuerbarer Energie gemäß EU Richtlinie 2009/28/EG betrug in Österreich im Jahr 2015 32,8 %, er steigerte sich damit gegenüber dem Vorjahr 2014 um 0,1 Prozent-punkte.
Durch den Einsatz erneuerbarer Energie konnten in Österreich im Jahr 2015 Treib-hausgasemissionen im Umfang von rund 29,0 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent ver-mieden werden. Die größten Beiträge am Gesamtaufkommen erneuerbarer Energie in Österreich leisteten die Wasserkraft mit 37,3 % und feste Biomasse mit 29,2 %. Die Beiträge der Sektoren Windkraft, Solarthermie, Umweltwärme, Biogas, Geo¬thermie und Photovoltaik machen in Summe 10,3 % aus.

Modellregion zeigen, wie’s geht. Elektromobilität mit erneuerbaren Energien wird dabei wesentlich durch das Programm „Modellregionen Elektromobilität“ des Klima- und Energiefonds unterstützt. In sieben Modellregionen wurden so seit 2008 neue Ansätze der Mobilität in der Praxis erprobt sowie Strukturen und Geschäftsmodelle entwickelt. „Ziel war es, verschiedene E-Mobilitätssysteme in der Praxis zu erproben und Erkenntnisse zu sammeln, welche Vorausset­zun­gen und Rahmenbedingungen erforderlich sind, damit E-Mobilität flächendeckend etabliert werden kann und mög-lichst viele Menschen begeistert“, gibt DI Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, Einblick in das Projekt.
Möglichst unterschiedliche Modellregionen – vom Privatnutzer über Pendler, Firmen-flotten bis hin zur Anbindung an den öffentlichen Verkehr – wurden als Kompetenz-träger ausgewählt und sollen auch als Multiplikatoren fungieren. Damit ist es gelun¬gen, ein umfangreiches technisches, organisatorisches und wirtschaftliches Know-how aufzubauen und Erfahrungen, insbesondere zur Bereitstellung erneuerbarer Energien für Elektrofahrzeuge zu sammeln.

Dieser Artikel erschien
Juli 2017. Vielleicht interessiert Sie auch: