Thermomix-Groupies

Wer kennt ihn? Wer ist so glücklich, ihn sein Eigen zu nennen? Wer schafft es, nicht zu versuchen, alle anderen davon zu überzeugen? Carmen Hafner wollte für uns dem Rummel um die Küchenmaschine auf die Schliche kommen.

Man könnte meinen, Gespräche über Küchengeräte seien einem bestimmten Publikum vorbehalten. Vielleicht war das auch so – bis dann der deutsche Haushaltsgeräteerzeuger Vorwerk die neueste Generation seiner multifunktionalen Maschine auf den Markt brachte, die diesen auch sogleich revolutionierte. Das sonst eher für seine Staubsauger bekannte Unternehmen schaffte es, mit seinem TM5 nicht nur eine aktualisierte Version des Thermomix zu veröffentlichen, sondern während eines Jahres damit Einzug in mehr als eine Million Küchen zu halten. Wohlbemerkt nur mit dieser fünften Generation, die sich beispielsweise durch ein Touch-Display und die Guided-Cooking Funktion von ihren Vorgängern unterscheidet. Die Maschine an sich gibt es nämlich immerhin schon seit den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts. 

Sich führen lassen

Ebendiese Funktion, sich Schritt für Schritt am Display vorschreiben zu lassen, wie der Kochvorgang weitergeht, ist es, die die Meinungen etwas spaltet. Während das eine Lager seine Freiheit im Abwandeln von Rezepten flöten gehen sieht, schwärmt die andere, gefühlt viel größere Gruppe davon, auf den Rezept-Chips zu den Kochbüchern immer alles parat zu haben und kaum mehr ein misslungenes Gericht zu erhalten. Um ehrlich zu sein: Alle Anleitungen in den eigens für den Thermomix verfassten Kochbüchern sind spitzenmäßig erprobt. Das müssen sie auch sein, da die Zubereitung mit der Maschine etwas anders ist als mit den üblichen Haushaltsgeräten. Im Thermomix mahlt man Getreide, zerkleinert Gemüse, wiegt, mixt, ja knetet sogar Teige – und kann kochen und dampfgaren. Deshalb ist es ratsam, bei so manch altbekanntem Rezept die Arbeitsschritte schon mal umzudrehen, damit alles problemlos in einer Maschine vonstatten gehen kann. 

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Dieser Artikel erschien
2016-2015.