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Licht- und Schattenseiten der Sonnenenergie

Weltweit boomt die Photovoltaikbranche, Österreich hinkt hinterher. Denn Solarstrom ist teuer, dennoch lässt sich damit auch ganz gut verdienen.

Die Frage, wie Österreich im internationalen Solarvergleich dasteht, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Denn während sich die Solarthermie-Branche, die Sonnenenergie für Warmwasser und Heizung nützt, über steigende Wachstumszahlen trotz Wirtschaftskrise freut, beklagt die heimische Photovoltaik-Industrie, die aus Sonnenkraft Strom erzeugt, dass Österreich bei Kapazitäten und Subventionen hinterherhinkt. Zwar liegt der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern in Österreich mit etwa     65 Prozent so hoch wie in keinem anderen EU-Land, aber beim Sonnenstrom rangiert die Alpenrepublik in Europa auf einem der letzten Plätze, knapp vor Albanien und Moldawien. Nur mickrige sieben Megawatt (MW) wurden 2009 hierzulande installiert. In Belgien waren es 203 MW, in Tschechien 411 MW. Weltweiter Spitzenreiter war Deutschland mit 3.800 MW.
„Obwohl die Photovoltaik-Industrie international boomt, muss man Solaranlagen in Österreich mit der Lupe suchen“, kritisiert Walter Kronberger, Chef des Bundesverbands Photovoltaic Austria (PVA). Schuld daran sei das Ökostromgesetz, das die Tarifförderung mit 2,1 Millionen Euro begrenzt und Sonnenstrom (zu) teuer macht. Insgesamt sind in Österreich laut PVA Solaranlagen mit einer Leistung von 40 bis 45 MW installiert – das entspricht nur fünf Promille des heimischen Stromverbrauchs.

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