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Gentechnik in Lebensmitteln

Wie gefährdet sind wir wirklich?

Wer erinnert sich nicht an die 1994 in den USA und Kanada eingeführte „Anti-Matsch-Tomate“? Sie war ein eindrücklicher Vorbote der Gentechnik in Lebensmitteln, hat den Sprung nach Europa aber nicht geschafft. Heute gibt es keinen 100%-igen Schutz vor Gentechnik mehr, aber intensive Bemühungen Tür und Tor geschlossen zu halten.

Die Gründe, warum gentechnisch veränderte Organis­men (GVO) in Lebensmitteln in Österreich nahezu flächendeckend und über viele Interessensgruppen hinweg abgelehnt werden, sind vielfältig. Antibiotika- und Herbizidresistenzen, die Bildung resistenter Unkräuter, Allergien, vorerst weitgehend unbekannte Auswirkungen auf tierische und pflanzliche Organismen sowie den Menschen, die Vermischung von gentechnikfreiem und gentechnisch verändertem Saatgut und die Folgen davon sind nur einige befürchtete negative Auswirkungen. Demgegenüber preisen Befürworter den geringeren Herbizidverbrauch, die Erhöhung der biologischen Vielfalt oder auch die ökonomischen Vorteile in der intensiven Landwirtschaft. Besonders schwierig wäre eine GVO-Toleranz für Bio-Landwirte und -produzenten, denn sie hätten nicht nur einen größeren Aufwand und höhere Kosten zu tragen, sondern müssten auch mittels Kontrollen für die Sicherung der Gentechnikfreiheit sorgen.
In Österreich dürfen derzeit keine gentechnisch veränderten Organismen (GVO) angebaut werden. Während in der Medizin oder der Grundlagenforschung Gentechnik mittlerweile nicht nur weit verbreitet, sondern auch großteils anerkannt ist, sieht die Sachlage bei der Landwirtschaft und den Lebensmitteln ganz anders aus.

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