NATÜRLICHE ALLESKÖNNER

Die süßesten Früchte...

… fressen nicht nur die großen Tiere, wie einst Peter Alexander in seinem Lied-klassiker meinte, sondern sie schmecken dir und mir genauso. Gemeint waren damit wohl die Datteln, die auf besonders hohen Palmen wachsen und ausnehmend viel Süße mitbringen.


In arabischen Ländern – und nicht nur dort – ist die Dattelpalme eine der wichtigsten Kulturpflanzen, deren Nutzung sich über mehrere Jahrhunderte, ja, sogar Jahrtausen-de zurückverfolgen lässt. Sie ist das „Brot der Wüste“, ein Grundnahrungsmittel etwa der Berber. Der Ramadan wird im Islam traditionell mit ein paar Datteln gebrochen. Eine alte orientalische Legende besagt, dass Gott den Menschen aus Lehm erschaffen hat, mit dem Rest schuf er ein Kamel und eine Dattel.
Echte Dattelpalmen wachsen bis zu 20 Meter hoch, haben Wedel mit bis zu fünf Metern Länge sowie männliche oder weibliche Blüten. Frühestens wenn die Palme fünf bis sechs Jahre alt ist, trägt sie – alle zwei Jahre – erstmalig Früchte, die in großen traubenförmigen Fruchtständen an der Palme hängen. Im Laufe ihres über 100, manche sagen auch bis zu 200, Jahre dauernden Lebens kann sie so für einen erheblichen Ertrag sorgen. Heute gibt es mehrere Zuchtformen, deren Farben von Gelb über Rot und Braun bis ins Schwarze reichen.
Dattelpalmen sind Wüstenpflanzen und benötigen entsprechend viel Sonne, aber auch einigermaßen viel Wasser: „nasse Füße und einen heißen Kopf“, wie Kenner wissen. Schatten, hohe Luftfeuchtigkeit und tiefe Fröste bringen die Pflanze um.
In unseren Breiten ist daher selbst im Gewächshaus noch keine Zucht gelungen.
Pro Baum können bis zu 100 kg geerntet werden.

Kulinarisch angekommen. Bis vor wenigen Jahren gab es Datteln in Mitteleuropa nur in getrocknetem Zu­stand. Mittlerweise werden sie auch frisch angeboten. Am bekanntesten sind der Genuss mit Marzipanfülle, umwickelt mit Speck und gebraten oder als Bestandteil einer Trockenobstauswahl. Sie werden aber auch in Salaten, Schmorgerichten oder in Brot eingebacken gegessen.  

Dieser Artikel erschien
Februar 2018. Vielleicht interessiert Sie auch: