WELTMARKT BIO

Mit Bio geht es weiter aufwärts

Der globale Bio-Markt nähert sich 90 Milliarden US-Dollar Umsatz und entwickelt sich positiv bei glänzenden Zukunftsprognosen.


Besonders hoch sind dabei die Wachstumsraten in Nordamerika und Nordeuropa.   In den USA beträgt der Bio-Marktanteil fünf Prozent, die Organic Trade Association (OTA) beziffert den Umsatz 2016 auf 43 Mrd. US-Dollar. Auch Europa verzeichnet gute Ergebnisse. In Deutschland wuchs der Bio-Markt 2016 laut Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) um knapp 10 Prozent, in Frankreich wurde gemäß Agence Bio für den gleichen Zeitraum sogar ein Plus von mehr als 20 Prozent berechnet. Bereits 2015 hatten Spanien, Irland und Schweden Zuwächse von mehr als 20 Prozent verbucht. Schweden und Frankreich gehören auch 2016 wieder zu den europäischen Spitzenreitern. Beste Perspektiven also für die Bio-Branche, die sich in ihrer ganzen Vielfalt das nächste Mal zur Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, Biofach, in Nürnberg vom 14. bis 17. Februar 2018 trifft.

Österreich: Bio-Umsatzanteil nähert sich der 10 Prozent-Marke. Seit jeher ist Österreich neben Dänemark und der Schweiz einer der Vorreiter für Bio-Erzeugung und -Konsum in Europa. Nicht verwunderlich, dass der Bio-Anteil am Gesamtumsatz für Lebensmittel in Österreich konstant zunimmt. Betrug dieser 2013 noch 6,7 %, kletterte er auf 8,6 % im ersten Halbjahr 2017, so die Analyse von RollAMA. Besonders nachgefragt ist Bio-Qualität bei Eiern (20 % Marktanteil), Frischmilch (18 %), Kartoffeln (16 %) und frischem Gemüse (14 %). Weniger hoch ist der Bio-Anteil bei Fleisch. Dieser wuchs zwar von 3,6 % in 2014 auf 4,6 % in 2016, liegt aber nach wie vor unter dem Durchschnitt.
Die Zahl der Bio-Betriebe stagniert in Österreich seit Jahren auf verhältnismäßig hohem Niveau. Bereits Mitte der 1990er Jahre erreichte man rund 20.000 Bio-Be-triebe. 2015 lag sie bei 20.779, und ist damit über zwei Jahrzehnte beinahe unver-ändert geblieben. Der gesamte Bio-Umsatz belief sich 2016 in Österreich auf 1,6 Mrd. Euro. Davon entfielen 75 % auf den LEH, 19 % auf den Fachhandel und 6 % auf die Gastronomie.


Dieser Artikel erschien
Dezember 2017. Vielleicht interessiert Sie auch: