NEUE SERIE: WASSER

Leitungswasser für alle

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser gilt als Menschenrecht und dennoch ist er nicht für alle Menschen auf der Erde gleich. Wassermangel oder verschmutztes Wasser trifft rund die Hälfte der Weltbevölkerung, mit schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit.


Das Bewusstsein, wie es um die Ressource Wasser steht, ist seit 1993 im Visier der Vereinten Nationen, die den 22. März zum Weltwassertag ernannt haben. In Öster-reich sind es die Experten des Umweltbundesamtes, die in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus seit über 30 Jahren Maßnah-menprogramme sowie Schutz- und Sanierungsstrategien erarbeiten, um die Wasser-qualität und die Wasserreserven in Österreich langfristig zu erhalten. Hier werden zum Beispiel Themen wie die Analyse von Schadstoffen im Wasser, die Gewässerbiologie oder Klimaeinflüsse und daraus  folgende Hochwasserrisiken bearbeitet.

Sauberes Trinkwasser in Europa. Von diesem Know-how profitieren auch die EU sowie andere Mitgliedstaaten. In einem länderübergreifenden Projekt der europäi-schen Wasserwirtschaft arbeitet zum Beispiel das österreichische Umweltbundesamt mit Partnern aus Frankreich und Kroatien sowie Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldawien und Weißrussland zusammen, um den Zugang zu sauberem Wasser und die ökologische Funktionstüchtigkeit der Gewässer auch in diesen Ländern sicherzu-stellen. Die heimischen Experten werden bis zum Jahr 2020 Managementpläne für Flussgebiete und grenzüberschreitende Flüsse in Osteuropa entwickeln und umset-zen sowie die Verwaltungsmitarbeiter vor Ort schulen. Denn: Sauberes Wasser ist nicht nur eine zentrale Lebensgrundlage für jeden Menschen, sondern auch für die Entwicklung der Wirtschaft entscheidend.
Zudem ist nicht einmal innerhalb der Europäischen Union sichergestellt, dass das Menschenrecht auf den Zugang zu sauberem Wasser derzeit wirklich gewährleistet werden kann. Schätzungen gehen davon aus, dass rund eine halbe Million Europäer keine Zugang zu sauberem Wasserhaben. Daher hat sich schon im Jahr 2013 erst-mals eine europaweite Bürgerinitiative unter dem Titel „Right2Water“ zusammen-geschlossen und hat mit 1,7 Millionen Unterschriften gefordert, das Recht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung zu sichern.

Dieser Artikel erschien
April 2018. Vielleicht interessiert Sie auch: