Mehr als nur ein „grüner Daumen“

Um den ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein, braucht es Ausbildungen, bei denen die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit im Zentrum stehen. Diesmal: Universitätslehrgang Ökologisches Garten- und Grünraummanagement an der Donau-Universität Krems (DUK).

Der Trend zu naturnahen und ökologischen Gärten hält ungebrochen an. Wer über ein Stück Grünfläche verfügt, und sei es nur das Blumenkisterl auf Balkon oder Terrasse, macht sich rasch auch Gedanken über ökologisch produzierte Pflanzen und Lebensmittel. In größerem Stil, also etwa bei Gemeinden oder Wohnhausanlagen, spielt auch das Wissen über laufende Änderungen von gesetzlichen Vorgaben für die Planung und Pflege von diesen Grünräumen eine Rolle und erhöht den Bedarf an Experten auf diesen Gebieten.
Planer, Gartenbetriebe, Kommunen und Verwaltungen von privaten und öffentlichen Freiräumen können mit einem aktuellen Lehrangebot der Donau-Universität Krems ihre Qualifikationen und praktischen Fähigkeiten entsprechend erweitern: Das Department für Bauen und Umwelt der Donau-Universität Krems führt in Kooperation mit dem Geschäftsbereich Natur im Garten des Umweltschutzvereins Bürger und Umwelt sowie der GARTEN TULLN GmbH den Universitätslehrgang Ökologisches Garten- und Grünraummanagement durch.

Management gesunder Lebensräume

Die ökologische Pflege und Gestaltung von Gärten und Grünräumen ist durch die Aktion „Natur im Garten“ in Niederösterreich in den vergangenen Jahren fest verankert worden. Die Schaffung eines Fachbereichs für Naturintegrale Gartenökologie an der Donau-Universität Krems zeigt, welchen Stellenwert das Thema auch in der Wissenschaft und Forschung einnimmt.
Der Fachbereich wurde an der DUK 2014 gegründet und das Fazit der Lehrgangsleiterin, DI Dr. Christine Rottenbacher, fällt überaus positiv aus: „In Niederösterreich haben sich mittlerweile mehr als 200 Gemeinden zu einer pestizidfreien Bewirtschaftung ihrer öffentlichen Grünräume verschrieben.“ Dafür benötigen sie Begleitung und Hilfestellung in der Organisation, der Umgestaltung und der Pflege dieser gemeinsam genutzten Lebensräume. „Dazu wird beim Lehrgang vermehrt Wissen und Erfahrungsaustausch zum Entwickeln eines adaptiven Managements angeboten. Zum einen sollen diese Lebensräume gesünder werden und zum anderen auch helfen, den Klimawandel durch die Nutzung der Leistungen der Vegetation auszugleichen“, so Rottenbacher.

Dieser Artikel erschien
2016-2015.