Bei Gästen grün punkten!

Bei zahlreichen Sommerevents ist auch heuer wieder die Umwelt als VIP-Gast dabei. Wo Umweltschutz großgeschrieben wird, lässt es sich auch gut feiern!

Kongresse, Meetings und Veranstaltungen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Österreich, hinterlassen aber auch einen erheblichen ökologischen Fußabdruck. Wo viele Menschen gemeinsam feiern, gibt  es nach dem Schlussakkord bekanntlich viel Abfall – und der macht vor keiner Zielgruppe halt, egal ob es sich um ein Hard Rock Festival, einen Malworkshop oder den Jedermann auf Salzburgs Domplatz handelt. Grüne Ideen sind bei den meisten Großevents längst fixer Bestandteil im Organisationsplan.
In Wien können sich Veranstalter, die ein Zeichen für die Umwelt setzen wollen, als ÖkoEvent registrieren lassen. Das Veranstaltungsservice der Stadt Wien hilft interessierten Organisatoren auch bei der ökologischen Gestaltung. Experten von „die umweltberatung“ unterstützen bei der individuellen Planung. Dazu gibt es für öffentliche Einrichtungen, Vereine und NPOs eine kostenlose Beratung im Ausmaß von bis zu vier Stunden, gewerbliche Veranstalter bekommen eine geförderte Beratung. Ausführliche Checklisten machen aber auch die Vorbereitung im „Do-it-yourself“-Verfahren einfach. Die Kriterien, die es dabei zu erfüllen gilt, reichen von der Förderung der regionalen Wertschöpfung etwa beim Catering über die umweltschonende An- und Abreise der Gäste bis hin zum ressourcenschonenden Materialmanagement bei Einladungen oder der Abfallvermeidung.
Wer sich noch weiter als grüner Eventmanager profilieren will, dem sei die Umweltzeichen-Richtlinie für „Green Meeting“ bzw. „Green Event“ ans Herz gelegt. Hier werden sowohl an das organisierende Unternehmen selbst als auch an die durchgeführte Veranstaltung hohe Anforderungen in Sachen Umwelt- und Sozialverträglichkeit gestellt. Sämtliche Mitarbeiter müssen speziell zum Einhalten dieser Kriterien geschult werden und die Veranstalter selbst müssen ein entsprechendes Unternehmensleitbild verfolgen.

Grüne Veranstaltungen im Trend

Schon seit 2011 kommen bei sämtlichen Events der Bundeshauptstadt nur noch Mehrwegbecher zum Einsatz und auf Getränkedosen wird zur Gänze verzichtet. Zehn Trinkbrunnen haben sich schon bei der Fußball-EM oder im Eurovision Village bewährt und versorgten die Gäste mit Hochquellwasser und klaren Köpfen. Die Tickets für viele Veranstaltungen sind gleichzeitig Fahrscheine für die Wiener Linien, um die Blechlawine rund um die Eventlocations einzudämmen.

Dieser Artikel erschien
2016-2015.