Schenk keinen Müll

Fast jeder packt gerne seine Geschenke aus. Nur die Verpackungen, die dabei anfallen, wandern meist schnurstracks zum Mist. Gewitzte Ideen und nicht materielle Präsente helfen dabei, unnötigen Müll zu vermeiden.

Schenken steht eigentlich das ganze Jahr über hoch im Kurs. Geburtstage, Namenstage, Weihnachten und Ostern sowieso, außerdem zum Jahres-, Valentins- und Muttertag – die Konsumgesellschaft hat sich einiges überlegt, um die Läden am Laufen zu halten. Man möge sich bitte intensive Gedanken machen, was das beschenkte Gegenüber besonders erfreuen könnte. Doch die Gefahr, dass man damit nicht direkt ins Schwarze trifft, besteht selbstverständlich immer. In Zeiten großer Umtauschaktionen nach den Feiertagen müssen wir uns zumindest nicht mehr sorgen, dass das Packerl eins zu eins im Mülleimer landet; ziemlich sicher aber das drumherum gewickelte Geschenkspapier. Wir haben uns Gedanken gemacht: Worin lassen sich  Dinge verpacken, ohne zusätzliches Papier kaufen zu müssen? Kann vielleicht sogar die Verpackung Freude machen? Und welche Geschenke packt man am besten gar nicht erst ein?

Soziale Geschenke

Schon als Kinder beglückten wir unsere Eltern mit liebevoll gekritzelten Gutscheinen fürs Autowaschen oder unaufgefordertes Zimmerauf-räumen. Aufmerksamkeiten ohne materiellen Wert zählen als Dauerbrenner. Zeit miteinander zu verbringen oder eine gute Tat zu schenken macht meist viel mehr Freude als ein hastig ausgewähltes Mitbringsel. Und   es ist überaus bequem. Heutzutage muss man nicht mal mehr eigene Ideen haben:

Ein Klassiker – der Gutschein: Der gute alte Gutschein benötigt generell wenig Verpackungsmaterial, so ehrlich muss man sein. Einkaufsguthaben schießen jedoch wieder am Ziel vorbei; gegen Klassiker wie Kino-, Restaurant- oder Hotelgutscheine wird jedoch nichts einzuwenden sein. Selbstfabrizierte Gutscheine können natürlich auch etwas ganz Persönliches beinhalten wie Mama beim Kochen helfen, zweimal Autowaschen (Frühjahr und Herbst, wenn überhaupt) oder endlich mal den Abstellraum aufräumen. Mit einer kleinen Zeichnung oder Bastelei versehen – keine Angst, das schafft jeder – hebt sich so ein Gutschein ganz locker von „Fertigware“ ab.

Dieser Artikel erschien
2016-2015.