NATÜRLICHE ALLESKÖNNER:

Aloe vera, die Universelle

Der Aloe vera, auch Wüstenlilie genannt, werden schier unglaubliche Wirkungs-weisen in der Nahrungsergänzung, der Kosmetik, in der Küche und sogar in unseren Haushalten zugeschrieben. Doch wo sind die Grenzen der außergewöhnlichen Heilkraft?

Ursprünglich war sie vermutlich auf der arabischen Halbinsel  heimisch, heute wird sie aber in allen tropischen und subtropischen Weltregionen kultiviert und ist im Mittelmeergebiet, in Indien, auf den west-indischen und auf den kanarischen Inseln sowie in Mexiko eingebürgert. Längst haben viele Menschen eine kleine – oder auch mittlerweile größere – Aloe-vera-Pflanze zu Hause, um bei kleinen Brand- oder Schnittwunden schnell ein wohltuendes Heilmittel zur Hand zu haben. Doch Aloe vera, ein Liliengewächs aus der Familie der Grasbaumgewächse, das Wüstenklima liebt, kann noch viel mehr!

Viel medizinisches Potenzial. Die Wüstenlilie liebt trockene Regionen und spei-chert das notwendige Wasser über Monate in ihren fleischigen Blättern. Regnet es lange Zeit nicht, schrumpft sie, doch sobald die ersten Tropfen fallen, plustert sie sich auf. Das in den Blättern enthaltene Gel heilt die Wunden an ihren Blättern, aber glücklicherweise nicht nur die. Vor Tausenden Jahren, als die selbstheilende Wirkung der Pflanze beobachtet wurde, kamen die Menschen auf die Idee, sie auch für eigene Zwecke zu nutzen – mit Erfolg, wie wir heute wissen.

Aus dem Blattsaft wird durch Eindampfen bis zur Trocknung auch heute noch eine pharmazeutische Droge gewonnen, die Aloe. Sie enthält Aloin, das stark abführend wirkt und gegen Verstopfung eingesetzt werden kann. Längere Einnahme wird jedoch nicht empfohlen, da es zu Kaliumverlusten und anderen Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts kommen kann. Überdosierungen führen zu Vergif-tungserscheinungen, die bis zu Nierenentzündungen führen können. Aus diesem Grund wurde der therapeutische Einsatz der Aloe als Abführmittel deutlich ein-geschränkt. Speziell Frauen während der Menstruation, in der Schwangerschaft und Stillzeit und Menschen mit Hämorrhoiden oder Nierenentzündungen sollten den Aloe-Saft, auch Aloe-Latex genannt, nicht einnehmen. Generell ist eine Einnahme, die länger als zwei Wochen dauert, nicht ratsam.

Dieser Artikel erschien
2016-2015.