Grüne Pädagogik

An der Wiener Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik wird das zukünftige Lehrpersonal für land- und forstwirtschaftliche Schulen sowie für Umweltfächer an berufsbildenden Schulen auf ihren Job vorbereitet. Absolventen erwerben zudem die Qualifikation für eine Beratungstätigkeit im Agrar- und Umweltbereich. 

Auf seinem Streifzug durch die „grüne Bildungslandschaft“ Österreichs macht das bioMagazin in dieser Ausgabe Zwischenstopp in Wien Hietzing, an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik. Diese österreichweit einzige Aus- und Weiterbil-dungseinrichtung für Agrar- und Umweltpädagogen steht unter der gemeinsamen Verantwortung der Bundesministerien für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft sowie für Bildung und Frauen.

„Bei uns erhalten Lehrerinnen und Lehrer für die zwölf Höheren Landwirtschaftlichen Schulen und die 96 Land- und Forstwirtschaftlichen Fachschulen in Österreich sowie für berufsbildende Schulen in den Fächern Biologie und Umwelt ihre Lehramtsberechtigung“, beschreibt Ing. Mag. Dr. Thomas Haase, Rektor der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, die Hauptaufgabe seines 70-köpfigen Mitarbeiterteams. Zudem erhalten die Absolventen die Berechtigung für beratende Berufe im Agrar- und Umweltbereich. Rund 600 Studierende werden an der Hochschule unterrichtet, 100 bis 120 schließen jährlich ihr Studium ab.

Neben Bachelor- und Masterstudien werden auch berufsbegleitende, kostenpflichtige Masterlehrgänge als fundierte Weiterbildungstools angeboten. „Wir verstehen uns nicht nur als Ausbildungsstätte, sondern auch als wissenschaftliches Kompetenzzentrum zu den Themen Ökologie, Umwelt und Nachhaltigkeit“, erläutert Haase, „und damit als innovative Partnerinstitution für Bildungs- und Beratungsprojekte im Agrar- und Umweltbereich.“ Grundlage für die Lehr- und Forschungstätigkeit im Haus ist das selbst entwickelte Ausbildungskonzept der „Grünen Pädagogik“. Es gehe dabei um eine optimale Zusammenführung von wissenschaftlichen Konzepten und deren praxisnaher Anwendung, erklärt Haase. Dazu brauche es unter anderem „Partizipation, die Fähigkeit kritisch zu denken sowie kreative Ideen, um innovative Lösungen umzusetzen“.

Dieser Artikel erschien
2016-2015.