BIO-PRODUZENTEN & PIONIERE

Auf die inneren Werte kommt’s an!

Bio-Pioniere haben spannende Ideen, die sie beharrlich verfolgen, dabei bleiben sie ihren Idealen treu. Diese Charakterisierung trifft in besonderem Maße auf Sunny Bhasin zu. Der Gründer und CEO von reNEW Technologies hat eine Technologie entwickelt, um aus verschmutztem Abwasser nachhaltige Haushaltsreiniger herzustellen.

Sunny Bhasin, in Indien geboren und in den USA zum Umwelttechniker ausgebildet, kam 2003 eher zufällig über seinen damaligen Arbeitgeber, einem Schweizer Engineering Unternehmen, nach Budapest – und blieb dort bis heute „hängen“.
Während der fast 30-jährigen Tätigkeit in diesem Unternehmen, das vor allem in der Abwasserbranche tätig ist, setzte Bhasin unter anderem Projekte für Pharma-, Papier-, Öl- und Gasunternehmen um. Dabei war er immer wieder mit der Frage konfrontiert, was mit dem dort fallenden Abfallprodukt Klärschlamm und Nutzwasser sinnvollerweise passieren könnte. Er begann, Antworten auf diese Frage zu suchen.
Aus dieser Suche, verbunden mit entsprechender Forschungs- und Entwicklungsarbeit, entstand spätestens dann eine konkrete Business-Idee, als er eines Tages seine Schwester in London besuchte, erzählt Sunny Bhasin im Interview mit dem bioMagazin: „Meine an Brustkrebs erkrankte Schwester hat damals alle Reinigungsmittel aus ihrem Haushalt verbannt, weil sie voller Chemikalien waren, mit denen sie aufgrund ihrer Erkrankung nicht in Berührung kommen wollte. Sie fragte mich: Warum gibt es keine Reinigungsmittel auf natürlicher Basis? Sofort als ich zurück nach Budapest kam, sprach ich mit meinem Chemiker darüber, wir suchten nun gemeinsam nach Antworten auf zwei Fragen.“ Daraus entwickelte sich eine konkrete Idee. Das war 2016.

Abwasser und Klärschlamm. Der Idee folgte eine Intensivierung der bisherigen Forschungsaktivitäten, inklusive aufwändiger Praxistests. Schon viel früher, als er noch für seinen ehemaligen Schweizer Arbeitgeber sauberes Wasser aus kommunalen und industriellen Abwässern aufbereitete, erkannte Bhasin das Potenzial von Klärschlamm, einem bislang scheinbar wertlosen Nebenprodukt von Kläranlagen, als Biomasse. Nun arbeitete er auf Hochdruck daran, nutzbare biologische Essigsäure durch Fermentation und Destillation aus dem Klärschlamm zu extrahieren.

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Dieser Artikel erschien
07_21. Vielleicht interessiert Sie auch: