ABFALL VERMEIDEN

Lass Dir keinen Mist liefern!

Der Onlinehandel boomt, damit wächst auch die Verpackungsflut. Alternative Materialien und inno-vative Konzepte sorgen jedoch dafür, dass die Belastungen für die Umwelt zumindest ein wenig geringer werden.


Einkaufen können, ohne das Haus verlassen zu müssen und ganz unabhängig von Öffnungszeiten, wird immer beliebter. „Rund 11 Prozent der gesamten Einzel­handels­ausgaben der österreichischen Privathaushalte fließen bereits in den Distanzhandel“, so Harald Gutschi, Vizepräsident des Handelsverbandes und Leiter der Plattform „Versandhandel und E-Commerce“. Rund acht Milliarden Euro haben Herr und Frau Österreicher demnach zuletzt im Versand- und Onlinehandel ausgegeben, zeigt die „eCommerce-Studie Österreich 2019“ des Handelsverbandes und der Plattform „eCommerce & Cross Border“ in Zusammenarbeit mit der KMU Forschung Austria.

Deutliche Zuwächse.
Dieser Trend zum Distanzhandel spiegelt sich auch in der Zahl der beförderten Pakete wider: Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 227,7 Millionen Pakete, und somit 18,8 Millionen Pakete mehr als im Vorjahr, in Österreich versendet. Vor allem der B2C-Bereich, also jener vom Händler zum Konsumenten, verzeichnete mit 122,7 Millionen Sendungen deutliche Zuwächse. Dementsprechend wächst natürlich die Verpackungsflut, denn die bei Versandhäusern, in Onlineshops und auf Online-Marktplätzen bestellten Waren werden sicher verpackt, um auch gut beim Kunden anzukommen. Dort sind die Mülltonnen prall gefüllt: 2018 erzielten die österreichischen Haushalte nach Angaben der ARA mit 1,09 Millionen Tonnen Verpackungen und Altpapier ein neues Sammel-Rekordergebnis.
Auch in Deutschland klettert der Verbrauch von Verpackungsmaterialien: Demnach haben Versandkartons im Jahr 2016 769.000 Tonnen Müll verursacht, 2013 waren es 563.000 Tonnen, wie eine kürzlich präsentierte Studie im Auftrag des Bundes­verbandes Paket und Expresslogistik zeigt. Dazu kommt, dass viele Sendungen Leeranteile von bis zu 50 Prozent aufweisen. Die Pakete sind oft größer als notwendig und enthalten dazu Füllmaterial wie Styropor und Luftpolsterfolie – Materialien, die die Umwelt massiv belasten.

Dieser Artikel erschien
07_19. Vielleicht interessiert Sie auch: