VERPACKUNG SPAREN

„Einmal ohne, bitte!“

Der Trend zum verpackungsfreien Einkauf ist auch in Österreich angekommen. Immer mehr Unter-nehmen, vor allem aber auch Konsumenten, springen auf diesen Zug auf. Tipps und Tricks, wie der Einkauf ohne unnötiges Verpackungsmaterial auch gelingen kann.


In Folie eingeschweißte Wurst, doppelt und dreifach verpackte Kekse, eine Schachtel da, ein Plastiksackerl dort – nach dem Einkauf müssen nicht nur die eingekauften Lebensmittel verstaut, sondern auch das üppig anfallende Verpackungsmaterial entsorgt werden. Und das ist nicht gerade wenig: Von den rund 587 Kilogramm Abfall, die hierzulande pro Kopf und Nase produziert werden, entfallen fast 20 Prozent auf Verpackungen. Ein im wahrsten Sinn des Wortes gewichtiger Grund, um beim Einkauf weitestgehend auf Verpackungen zu verzichten.

Unverpackt im Trend. Und genau das wollen immer mehr Menschen tun. Eine heiße Adresse dafür sind die Unverpackt-Läden, von denen es bereits einige in Wien sowie den Landes­hauptstädten gibt. Und selbst in kleineren Städten wie beispielsweise Fehring in der Steiermark gibt es die Geschäfte, in denen Lebensmittel ohne Verpackung zu haben sind, bereits.
Brot, Käse und Wurst gibt es offen und meist von lokalen oder regionalen Produzenten. Reis, Nudeln, Nüsse, Mehl, Flocken und ähnliche Lebensmittel werden in Gläsern oder Spendern aufbewahrt, Obst und Gemüse in Kisten. Die Kunden kommen mit dann ihren eigenen Behältnissen in das Geschäft, wiegen diese leer ab und füllen die jeweiligen Produkte ein. Wer keine eigene Verpackung mitbringt, erhält solche aus Stoff, Papier oder Glas, wobei es für letztere häufig ein eigenes Pfandsystem gibt. Das gilt auch für Pfandflaschen, in denen Milch, Joghurt oder Säfte, Bier und Wein verkauft werden. So mancher Unverpackt-Laden hat aber noch mehr zu bieten, und zwar vom Mittagsmenü bis zum Vortrag oder Workshop.
Aber auch diejenigen, die keinen Unverpackt-Laden in ihrer Nähe haben, können relativ einfach ihren Beitrag zur Abfallvermeidung leisten. „Etwa dann, wenn man am Markt einkauft“, sagt Sabine Seidl von „Die Umweltberatung“. Denn auch dort werden Lebensmittel in der Regel ohne Verpackung angeboten.

Dieser Artikel erschien
07_19. Vielleicht interessiert Sie auch: