NATÜRLICHER ALLESKÖNNER

Geliebte, schwarze Bohne

Kaffee ist ein beliebter Muntermacher und gehört für viele Menschen zu einem idealen Tagesbeginn unbedingt dazu. Doch auch in der Kaffeepause, als Menüabschluss, als Haupt-darsteller von Kränzchen und als Betthupferl wird das dunkle Heißgetränk geschätzt. Über-raschend sind hingegen eine Reihe weiterer Einsatzgebiete, die mit Kulinarik wenig zu tun haben.

Laut Österreichischem Kaffee- und Tee-Verband bleibt der Kaffeekonsum in Österreich seit Jahren bei rund 162 Litern im Jahr oder 2,6 Tassen pro Tag und Kopf stabil. Weltweit wurden 2019 rund 160 Millionen 60-Kilo-Säcke Kaffee konsumiert – damit stieg der Kaffeekonsum allein in den vergangenen zehn Jahren um 12,2 Prozent. Mit 7,2 Kilogramm Kaffee pro Kopf liegen die Österreicher deutlich vor den Deutschen mit 5,7 Kilogramm Jahresverbrauch pro Einwohner, aber hinter Norwegen, Dänemark, Schweden, den Niederlanden und vor allem Finnland, die auf 10,3 Kilogramm kommen.
Eine aktuelle Umfrage des Österreichischen Kaffeeverbandes und marketagent bescheinigt den österreichischen Kaffeetrinkern ein überraschend hohes Bewusstsein in puncto Nachhaltigkeit. Für mehr als 60 Prozent der Befragten hat Nachhaltigkeit bei Kaffee bereits jetzt eine hohe Relevanz – sowohl beim Einkaufen als auch beim Außer-Haus-Konsum. Und dies könnte in Zukunft noch weiter steigen, wie die Umfrageergebnisse zeigen.     

Geschichte und Kultivierung. Es wird auch höchste Zeit, dass der Bio-Anbau an Bedeutung zulegt. Längst ist das edle Getränk selbstverständlich, dabei ist es – zumindest bei uns – nicht so alt, wie man denken würde. Gesichert ist, dass die Kaffeepflanze aus Äthiopien stammt, wo sie bereits um 900 nach Christus erwähnt wurde. Der Legende nach stellte ein abessinischer Hirte namens Kaldi fest, dass nicht nur seine Ziegen, sondern auch er selbst nach dem Konsum der roten Früchte besonders munter und aufgeweckt war. Die Mönche sammelten die Früchte und Blätter, trockneten sie und gossen sie mit heißem Wasser auf. Arabien wurde zum Zentrum des Kaffeekonsums, als Handelszentrum galt Mocha, das heutige al-Mukha im Jemen.

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