SERIE: BIO-PIONIERE

Der Natur-Kola Alchemist

Bio-Pioniere sind mutig und gehen neue Wege. Sie haben spannende Ideen, die sie mit Beharrlichkeit verfolgen und dabei ihren Idealen treu bleiben. Vor allem aber trauen Sie sich zu, was anderen zu mühsam ist. Diesmal: Ein Salzburger Apotheker kocht natürliches Kola nach uralten pharmazeutischen Rezepten ein – und erobert damit den internationalen Markt.


„Ich bin mit Herz und Seele Apotheker“, sagt Mag. Simon Windhager, Inhaber der Raphael-Apotheke in der Stadt Salzburg, im Gespräch mit dem bioMagazin. Nebenbei ist der Apothe-ker aber auch Hobby-Historiker, Kola-Produzent mit Lust am Experimentieren und Bio-Pionier. Wie sich das alles wunderbar zu einer Erfolgsgeschichte zusammenbrauen lässt, davon erzählt dieser Beitrag.
Noch vor seinem Pharmazie-Studium widmete sich Windhager mit großer Begeisterung den Themen Archäologie und Alte Geschichte. Und auch wenn sich die „Vernunft“ am Ende durchsetzte und ihn zielstrebig Richtung Apothekerberuf führte, so konnte und wollte er seine frühen Leidenschaften doch nie ganz hinter sich lassen.
Daran hat sich bis heute nicht geändert, erzählt der Hobby-Historiker: „Wenn ein bisschen Zeit bleibt, dann schnappe ich mir eines der Uralt-Bücher aus dem Fundus der Apotheke, blättere darin und probiere etwas aus. Es ist faszinierend, was die Apotheker früher alles experimentiert, gemixt und dann ihrer Kundschaft angeboten haben. Das kann sich unsere Generation gar nicht mehr vorstellen, wo wir heute fast ausschließlich Fertig­pro­dukte aus der Pharmaindustrie vertreiben. Unglaublich, was es da in alten Schriften an Schätzen zu entdecken gibt.“
Vor etwa fünf Jahren saß der Apotheker wieder einmal über seinen geliebten Büchern und stolperte dabei eher zufällig über eine 130 Jahre alte handschriftliche Rezeptur für ein Natur-Kola gegen Kopfschmerzen. „Die Zutaten sind mir bekannt vorgekommen und haben mich interessiert“, so erinnert sich Windhager.  „Ich habe dann versucht, die Rezeptur nachzu¬kochen, ein wenig herumprobiert und experimentiert, mit neuen Zutaten und Kräutern da und dort ein wenig verfeinert, bis es für mich harmonisch und rund war.“


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Dieser Artikel erschien
06_20. Vielleicht interessiert Sie auch: