KONJUKTURMOTOR

Erneuerbar aus der Krise

Jährlich könnten mit dem Ausbau von Erneuerbaren Energien 100.000 Arbeitsplätze geschaffen und eine Reduktion von 13 Millionen Tonnen CO2 erreicht werden.


Das Energieinstitut der Johannes Kepler Universität Linz präsentierte Anfang Oktober ge-meinsam mit dem Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) im Bundesministe-rium für Klimaschutz (BMK) eine Studie zu den wirtschaftlichen Effekten von Investitionen in regenerative Energien. Diese kommt zu beachtlichen Ergeb-nis­sen: „Die Studie hat ergeben, dass durch den Ausbau erneuerbarer Energien bis zu 100.000 Arbeitsplätze geschaffen wer-den können. Um diese Potenziale voll ausschöpfen zu können, muss nun gehandelt werden. Der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien sichert nicht nur unsere Zukunft und die unserer Kinder und Enkelkinder. Ambitionierte Ausbaupläne und Strategien sind gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gefragt!”, erklärt Martina Prechtl-Grundnig, Geschäftsfüh-rerin des EEÖ.

Umstieg als Konjunkturmotor.
Die Europäische Union und damit Österreich stehen aktuell vor der Herausforderung, der Klimakrise und dem durch COVID bedingten Wirtschaftsein-bruch entgegen zu wirken. Eine Verknüpfung von Konjunktur- und Klimapolitik ist somit unumgänglich. Die präsentierte Studie zeigt, dass diese Verknüpfung zugleich ein äußerst wirksamer Hebel zur Bekämp­fung des Wirtschaftseinbruchs ist. Diese Chancen gilt es nun zu nutzen.
Die Studie zeigt auch, dass mit dem Ausbau und der Speicherung erneuerbarer Energie in den kommenden zehn Jahren bei jährlichen Investitionen von 4,5 Mrd. Euro mehr als 100.000 Arbeitsplätze gesichert oder geschaffen werden können und so ein zu­sätzliches BIP von durchschnittlich 9,8 Mrd. Euro generiert werden kann. Bis ins Jahr 2030 können so die CO2-Emissionen über 13 Mio. Tonnen reduziert werden. Auf ihre Wertschöpfungseffekte unter­sucht wurden dabei Biogas, Biomasse, Geothermie, Wasserkraft, Photovoltaik, Solar-thermie, Windkraft sowie Pumpspeicherkraftwerke.

Weiter geht es in der aktuellen Print-Ausgabe.

Dieser Artikel erschien
06_20. Vielleicht interessiert Sie auch: