BIO-PRODUZENTEN UND -PIONIERE

Leuchtende Vitamin-Bomben

Es gibt sie nach wie vor, die mutigen, fleißigen und vor allem ideenreichen Bio-Pioniere, die sich trauen, etwas ganz Neues auf die Beine zu stellen – und das freiwillig zu strengen Bedingungen. Tanja und Gabriel Kroisleitner gehören mit ihrem Start-up SANDICCA seit 2017 dazu.

SANDICCA wurde gegründet, um die wertvollen Inhaltsstoffe des Bio-Sanddorns für die innere und äußere Schönheit aufzubereiten. Die leuchtend orangen Sanddornbeeren kommen zu diesem Zweck nicht von weit her übers Meer geschifft, sondern wachsen in Bio-Qualität in Österreich heran, in Österreichs ersten Sanddorngärten im oststeirischen Joglland.

Mit dem orangen Virus infiziert

Tanja Kroisleitner erzählt gerne, woher die Idee stammt und   wie sie das Sanddorn-Fieber erfasst hat: „Erstmals mit Sanddorn in Berührung gekommen bin ich während meiner Schwangerschaft, hierbei vor allem mit dem Sanddornfruchtfleischöl, das reich an Betacarotin, der Vorstufe von Provitamin A, und Vitamin E ist.“ An Vitamin E besteht vor allem während der Schwangerschaft ein erhöhter Bedarf. Aber auch der Sanddornsaft ist reich an natürlichem Vitamin C und übertrifft Zitrusfrüchte um das bis zu Zehnfache. „Da die Körperzellen von Babys Vitamin C nicht speichern können, sollten Schwangere daher mehrmals täglich Vitamin-C-haltige Nahrungsmittel zu sich nehmen“, rät die Start-up-Gründerin.
Was es dazu auf dem österreichischen Markt gab, stellte die werdende Mutter allerdings nicht zufrieden. Ein Teil wird in der EU kultiviert, aber „um den Bedarf decken zu können, wird auch heute noch intensiv aus Russland und China importiert und teils in Europa verarbeitet. Dies bedeutet lange Transportwege und, darauf sind wir im Laufe unserer Pionierarbeit gekommen, eine deutlich verzerrte Sensorik gegenüber heimischem Sanddorn, der bei entsprechender Zubereitung nach Marille und Maracuja schmeckt.“ Damit wurde die Idee von SANDICCA geboren.
Österreichs erste Sanddorngärten wurden 2014 auf rund 840 Meter Seehöhe, in unberührter Natur, gar nicht weit von Peter Rossegers steirischer Waldheimat, ausgepflanzt. Heute gedeihen an diesem Standort etwa 6.000 Sanddornsträucher.

Dieser Artikel erschien
06_19. Vielleicht interessiert Sie auch: