BRAINFOOD

Futter für die grauen Zellen

Unsere Nahrung hat unmittelbare und zwingende Auswirkungen auf unseren Organismus – auch auf das Gehirn. Mit entsprechend ausgewogener Kost lässt sich auch die Leistungsfähigkeit des Denkorgans steigern.


Wenn es um den optimalen Lebensstil für Senioren geht, ist oft von regelmäßiger Bewegung, von ausreichend Schlaf, Denksport und ausgewogener Ernährung die Rede. Letztere soll nicht nur den Körper fit halten, sondern auch für das richtige „Material“ für die grauen Zellen sorgen. Das gilt grundsätzlich jedoch nicht nur für ältere Semester, sondern für jedes Alter. Was wir essen, beeinflusst jedes Organ und jede Zelle des Körpers – im Guten wie im Schlechten.
„Brainfood“, Nahrung für das Gehirn gibt es also? „Ja“, sagt Dr. Sonja Schwinger, Wahlärztin und Ernährungsmedizinerin in Wien. „Es gibt zahlreiche Studien, die eine Veränderung der Hirnaktivität und infolge des Verhaltens durch eine unterschiedliche Zusammensetzung der Nahrung nachweisen.“ Wahrscheinlich seien es sogar alle Gehirnfunktionen, die sich über die Ernährung beeinflussen lassen, so die Ernährungsmedizinerin. „Was wir bisher wissen ist, dass Gedächtnis und Konzentration sowie die Stimmung über die Ernährung beeinflusst werden.“ Nüsse, um Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit auf die Sprünge zu helfen und dunkle Schokolade, um der Seele Streicheleinheiten zu verpassen, haben also durchaus ihre Berechtigung.

Gutes für den Körper. Erwachsene sollten sich grundsätzlich an die wichtigsten Ernährungsregeln halten: vielfältig essen, viel Gemüse, Obst und Getreide, ein- bis zweimal wöchentlich Fisch, wenig Fleisch, Wurst und Eier, wenig Fett, nur hochwertige Öle, Zucker und Salz in Maßen, Milch und Milchprodukte nur, wenn keine Unverträglichkeit vorliegt, möglichst kein Alkohol. Zusammengefasst werden diese Grundregeln in der Ernährungspyramide. Abhängig von den individuellen Bedürfnissen, Eigenheiten und Erkrankungen variiert jedoch die „optimale Ernährung“ sehr stark. Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten treten immer öfter auf und sorgen dafür, dass das „Was“ zum Fokusthema wird.


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05_20. Vielleicht interessiert Sie auch: