LEHRE: GREEN JOBS

Es grünt so grün

Green Jobs gelten als die Arbeitsplätze der Zukunft. Kein Wunder, dass auch bei vielen Lehr-berufen die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit immer mehr in den Vordergrund rücken.


Die letzten Monate hat es ohnehin wieder einmal deutlich gezeigt: Die Klimaerwärmung schreitet voran. Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Ressourcenschonung sind angesichts dessen dringender denn je. Green Jobs, also Berufe, die sich genau damit beschäftigen, gelten daher als Arbeitsplätze der Zukunft. Das tun mittlerweile schon viele Berufe, selbst jene, die nicht „Öko“ oder „Umwelt“ im Namen führen – von der Forschung, Technik, Chemie und Landwirtschaft bis zu Management, Recht, Energie oder dem Elektronik­sektor. „Es sind in diesem Zusammenhang viele neue Berufe entstanden“, weiß Mag. Stefan Gratzl, Leiter der Abteilung Bildung der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

Vom Fahrrad bis zur Müllabfuhr. Wer der Natur und Umwelt Gutes tun will, muss nicht un-bedingt lange die Schulbank drücken oder studieren. „Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind mittlerweile ein sehr wichtiges Thema bei der Entstehung und Überarbeitung von Lehr-berufen“, sagt Gratzl. Das zeigt sich etwa beim Fahrradmechatroniker, denn immer mehr Menschen setzen auf alternative Mobilitätsangebote. Jugendliche können seit September die Lehre zum Fahrradmechatroniker beginnen. Sie lernen dabei, beide Arten von Drahteseln sowie auch andere E-Fahrzeuge wie Scooter oder Hoverboards zu warten, servicieren und zusammenzubauen.
Entsorgungs- und Recyclingfachkräfte wiederum sind auf die fachgerechte Behandlung und Verwertung von Abfällen und Problemstoffen wie Altöl, Lacken oder Kunststoffen speziali-siert. Ihr Fachwissen eignen sie sich während der dreijährigen Lehrzeit an, Berufschancen gibt es bei Recyclingunternehmen, Industriebetrieben oder bei der kommunalen Müllabfuhr.
Aber auch in traditionellen Berufen wird Nachhaltigkeit verstärkt zum Thema. Wer eine Aus-bildung als Sanitär-, Heizungs- und Klimatechniker oder als Elektroinstallateur abgeschlos-sen hat, kann sich zum Solartechniker weiterbilden. Der Spezialist für Solaranlagen berät über die Wahl des Standortes der Anlage und bauliche Voraussetzungen, er berechnet deren Effizienz und plant die Anlage.


Dieser Artikel erschien
05_19. Vielleicht interessiert Sie auch: