VEGANER KÄSE SELBSTGEMACHT

Einmal Käse ohne, bitte!

Nicht nur Veganer verzichten auf Milch und Milchprodukte und somit auch auf Käse. Immer mehr Menschen reagieren empfindlich auf Milchprodukte und meiden sie daher ebenfalls. Für sie und jeden anderen, der offen für Neues ist, gibt es Käsealternativen zu Milchprodukten, damit auf Lieblingsspeisen nicht verzichtet werden muss.


Käse ist durchaus ein elementarer Bestandteil der europäischen Küche – und nicht nur die-ser. Viele klassische Gerichte sind ohne Käse nicht denkbar – man denke nur an Pizza, Lasagne, Käsespätzle oder Kaspressknödel. Für all jene, die nach milchfreien Käsealternativ-en suchen, gibt es eine ganze Reihe schmackhafter Quellen. Ob Parmesan, Feta, Mozzarella, Cheddar, Frischkäse, Schimmelkäse oder Hartkäse – kaum eine Käsesorte ist nicht in veganer Form herstellbar. Und oft sind die veganen Varianten kaum vom Original zu unterscheiden.

Vielfalt mit Milchalternativen.
Für die Produktion vieler konventioneller Käsesorten kommt Lab, ein Enzym aus der Magenschleimhaut von Kälbern zum Einsatz. Sie sind somit nicht einmal vegetarisch, geschweige denn vegan, denn die Kälber müssen vor der Entnahme des Labs getötet werden. Auch Überempfind­lichkeit oder Unverträglichkeit gegenüber Laktose, einem in Milch enthaltenen Zucker, zwingt immer mehr Menschen zur Milch-Abstinenz. Immer öfter wird die althergebrachte Kost daher infrage gestellt und viele verzichten frei-willig auf Käse. Oder sie stellen ihre Ernährung auf milchfreie Käsesorten um. Längst wird veganer Käse in den meisten Supermarktketten angeboten. Bio-Supermärkte führen eine große Vielfalt, die größte Auswahl ist wohl online zu finden.
Verzichten muss dabei niemand auf die altbekannten Käsesorten wie Camembert, Frisch-käse, Mozzarella oder Blauschimmelkäse oder – nur sind sie eben nicht aus Kuhmilch.
Der Verein proveg international stellt Alternativen vor, die auch selbst hergestellt werden können – die Rezepte sind online (https://proveg.com) abrufbar.
Grundsätzlich ist die Basis für die Käseherstellung fast immer Milch und die muss nicht tier-ischen Ursprungs sein. Für den Hausgebrauch, also wenn alles selbst gemacht wird, sind Milchformen aus Nüssen wohl die praktikabelste Form. Im Handel sind aber freilich auch Milchalternativen aus Soja, Reis, Hafer, Dinkel, Quinoa, Hirse, Lupinen, Erbsen oder Hanf erhältlich.

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05_19. Vielleicht interessiert Sie auch: