NACHHALTIG BEWIRTSCHAFTET

Wirtschaftsfaktor Holz

Österreichs Wälder sind nicht nur wichtig für Erholung und Klimaschutz: Immerhin 300.000 Menschen leben hierzulande von nachhaltiger Waldnutzung und Holzwirtschaft.

Holz ist genial – so lautet ein Slogan von proHolz Austria. Und genial ist der nachwachsende Rohstoff allemal. Denn Österreichs Wälder – knapp die Hälfte des Bundesgebiets ist bewal-det – erfüllen viele Funktionen: Sie sind einerseits die grüne Lunge des Landes, Erholungs-gebiete für dessen Bewohner und Heimat für Fauna und Flora, andererseits erfüllen Wälder eine wichtige Rolle für den Klimaschutz. Weniger bewusst ist vielen allerdings, dass die hei-mischen Waldgebiete auch einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor darstellen.
„Sie geben in mehr als 172.000 Betrieben rund 300.000 Menschen Arbeit – von der Forstwirtschaft über die Holz verarbeitenden Betriebe der Säge-, Papier- und Plattenindustrie bis hin zu Möbel-, Tischlerei- und Zimmereibetrieben“, erklärt dazu Mag. Pia Buchner, Sprecherin der Österreichischen Bundesforste, die rund 15 Prozent der heimischen Waldfläche bewirtschaften. Die Holzbranche zählt damit zu den größten Arbeitgebern in Österreich.     
„Das Bemerkenswerte ist, dass die Holzwirtschaft Jobs auf dem Land und auch in struktur-schwachen Regionen schafft“, sagt DI Christoph Pfemeter, Geschäftsführer des Österreichi-schen Biomasseverbandes.
Doch nicht nur als Jobmotor ist die Forst- und Holzwirtschaft wichtig: Ihre Wertschöpfung bleibt ebenfalls im Land, werden doch mehr als 90 Prozent des heimischen Holzeinschlages hierzulande verarbeitet. Somit wird nicht nur der Rohstoff im Land geerntet, auch die ge-samte nachgelagerte Holzbearbeitung erfolgt in Österreich. Mit einem Bruttoproduktionswert von über vier Milliarden Euro stammt z.B. rund ein Sechstel der steirischen Wirtschaftsleistung aus der Forst- und Holzwirtschaft. Entlang der Wertschöpfungskette Holz erwirtschaften die Unternehmen insgesamt einen jährlichen Produktionswert von rund zwölf Milliarden Euro.

Weiter geht es in der aktuellen Print-Ausgabe.

Dieser Artikel erschien
04_21. Vielleicht interessiert Sie auch: